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Ärzteschaft

Mehr Facharztprüfungen Allgemeinmedizin und Inneren Medizin in Westfalen-Lippe

Mittwoch, 27. Januar 2016

Münster – Anzeichen dafür, dass der Abwärtstrend gestoppt und die Talsohle beim Hausarzt-Nachwuchs durchschritten ist, sieht die Ärztekammer Westfalen-Lippe. Grund ist, dass wieder mehr Ärzte ihre Weiterbildung als Fachärzte für Allgemeinmedizin beziehungsweise für Innere Medizin abgeschlossen haben. 109 zukünftige Hausärzte schlossen im Jahr 2015 ihre allgemeinmedizinische Weiterbildung erfolgreich ab. Im Jahr zuvor waren es 106 gewesen.

Pro Jahr müssten 200 Hausärzte weitergebildet werden
​Im Gebiet Innere Medizin verzeichnete die Kammer 2015 145 erfolgreiche Facharztprüfungen gegenüber 127 im Jahr 2014. Ärztekammer-Präsident Theodor Windhorst wies aber darauf hin, dass die Anzahl junger Fachärzte nach wie vor bei weitem nicht ausreiche, um die Hausärzte zu ersetzen, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gingen. Laut Berechnungen der Kammer müssten pro Jahr in Westfalen-Lippe rund 200 Hausärzte weitergebildet werden, um das gewohnte Versorgungsniveau zu halten.

Die neuen Zahlen bestätigen laut Windhorst aber das Engagement der Ärztekammer für die Weiterbildung: So trage die Kammer nicht nur für die Konzeption und im Dialog mit den Weiterbildungsbefugten für die hohe Qualität der Weiterbildung Sorge. Sie biete Interessenten mit ihrer Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin auch ein besonderes Serviceangebot für die Organisation ihrer persönlichen Weiterbildung.

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„Junge Kollegen zu motivieren und für den Beruf des Hausarztes zu gewinnen, ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der alle an einem Strang ziehen müssen“, betonte der Kammerpräsident. So gebe es in Westfalen-Lippe bereits über 50 Verbünde von Krankenhäusern und Praxen, die ambulante und klinische Weiterbildungen anböten.

Generell gelte es, den Beruf des Hausarztes attraktiver zu machen. Dazu gehöre, Bürokratie abzubauen und die Allgemeinmedizin bereits in der universitären Ausbildung zu stärken, so Windhorst. © hil/aerzteblatt.de

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