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Ärzteschaft

NAV-Virchow-Bund fordert mehr Transparenz und Beteiligung

Freitag, 29. Januar 2016

Berlin – Der NAV-Virchow-Bund bewertet in der Rückschau den Sonderärztetag vom vergangenen Wochenende kritisch. In einem Rundschreiben kündigt der Verbands-Vorsitzende Dirk Heinrich an, den weiteren Verhandlungsprozess eng zu begleiten. „Insbesondere die niedergelassenen Ärzte und die sie vertretenden Verbände müssen auch zukünftig in enger Absprache miteinander das Vorgehen der Bundes­ärzte­kammer im Zuge der Novellierung der GOÄ kritisch begleiten.“ Dazu erwarte Heinrich, dass die BÄK Transparenz herstelle und die Verbände beteilige.

Beim Außerordentlichen Deutschen Ärztetag am 23. Januar in Berlin hatten der Deutsche Hausärzteverband gemeinsam mit der Allianz Deutscher Ärzteverbände – dazu gehörten der Spitzenverband Fachärzte Deutschland, der Hartmannbund, der NAV-Virchow-Bund, der BDI, MEDI-GENO und der GFB – einen Antrag eingebracht, der Nachbesserungen in den weiteren Verhandlungen forderte. Aus der Sicht der Verbände hätte der Antrag die Handlungsfähigkeit der Bundes­ärzte­kammer nicht eingeschränkt. Dieser Antrag wurde von den Abgeordneten allerdings mit 109 zu 98 Stimmen abgelehnt. 

Ausserordentlicher Deutscher Ärztetag: Rückendeckung für den Bundesvorstand

Auf dem Außerordentlichen Ärztetag in Berlin hat sich der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer mit seinem Leitantrag zur Umsetzung einer neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) mit großer Mehrheit durchsetzen können. 

Im Anschluss hatten die Abgeordneten des Sonderärztetages sich dem Entschließungs­antrag des Vorstandes der Bundes­ärzte­kammer mit großer Mehrheit angeschlossen.

© bee/aerzteblatt.de

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isnydoc
am Sonntag, 31. Januar 2016, 14:00

Ausserordentlich Herr Präsident!

Der amtierende BÄK-Präsident schaffte mühelos den Wechsel zur Sprachregelung „Sonderärztetag" anstatt „ausserordentlicher Deutscher Ärztetag“, wie er sich nach Satzung der Bundesärztekammer nennt. Er demonstrierte zudem am 23.Januar 2016 im Estrel wie man einen akademisch anspruchsvollen Vortrag des Vizepräsidenten der Berliner Ärztekammer Dr. Wille elegant ins Nirwana befördert, wenn man die Klaviatur der Geschäftsordnung souverän bedient.

„Sonderbehandlung der GOÄ-Novelle“ bzw. der Kritiker dazu, war in der Nähe der Ringbahnstation „Sonnenallee“ an einem trüben Januartag im Jahre 2016 angesagt. Kollege Wille hatte in seinem Antrag, der keine weiteren Unterzeichner aufwies, die Konsequenzen zur weiteren Behandlung der GOÄ-Novelle sorgfältig aufgelistet und mehrseitig begründet. Ein Gegenantrag schlug radikale Kürzung bis auf den einleitenden Punkt 1 vor, wonach lediglich ein überschwänglich lobend zustimmender Antrag bzw. eine Ergebenheitsadresse im Sinne der Beifallsbekundung zur Arbeit der BÄK übrig geblieben wäre. Kein Wunder, dass Herr Wille unter diesen Umständen von „Kastration“ sprach, sich für seine drastische Wortwahl entschuldigte und seinen Antrag auf solche Art zur Abstimmung gestutzt, zurückzog, was nach Geschäftsordnung möglich ist.

Sonderbar auch eine Einlassung des Präsidenten gleich nach der Mittagspause, wo er zu einer Abstimmung über ein „unmögliches Pamphlet“ aufforderte, das angeblich auf den Plätzen der Delegierten liegen würde, allerdings nur auf den Plätzen des Präsidiums verteilt worden war. Er verlas es in Eile und machte eine kurze Anmerkung zum darauf abgebildeten Buchtitel und forderte das Plenum mit Handheben zur geballten Missfallensbekundung auf. Dies geschah umgehend, keine Diskussion, keine Nachfrage, niemand äusserte sich diesbezüglich.

So laufen manche Prozesse „ruck-zuck“ auf deutschen Ärztetagen, wo man inzwischen sprachlich ausserordentliche Parallelen zu früherem Sprachgebrauch findet, was etwas sonderbar anmutet, wenn es vom BÄK-Präsidenten ganz besonders befördert wird.

Sonderbehandlung kritischer Elemente in BERLIN anno 2016 durch BÄK-Präsident und Präsidium in einer demokratischen Abstimmungsfarce – der ausserordentliche Deutsche Ärztetag des Jahres 2016 rechtfertigt jedenfalls seine Wortwahl

„Sonderärztetag“

auf sehr spezielle Weise.




PS:
Im Jahre 2006 fand der vorletzte „ausserordentliche Deutsche Ärztetag“ unter dem BÄK-Präsidenten Hoppe statt, der nur ein einziges Mal als „Sonderärztetag“ im Deutschen Ärzteblatt bezeichnet wurde. Zehn Jahre später unter dem Nachfolger von Prof. Hoppe findet sich ein inflationärer Wortgebrauch „Sonderärztetag“.

http://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=51603

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