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Politik

Kliniken müssen sich auf Demenzpatienten vorbereiten

Dienstag, 2. Februar 2016

Düsseldorf/Essen – Demenzkranke, die wegen eines somatischen Leidens stationär versorgt werden müssen, sind eine besondere Herausforderung für Ärzte und Pflegekräfte, auf die das Personal, die Behandlungsabläufe und die Einrichtung der Stationen abgestimmt sein sollten. Das wurde auf der Abschlusstagung der Projektreihe „Blickwechsel.Demenz“ heute in Essen deutlich.

In den vergangenen drei Jahren haben 70 Kliniken in Nordrhein-Westfalen (NRW) an dem Projekt teilgenommen und die Versorgung von Demenzerkrankten verbessert. Auch Angehörige und Personal wurden entlastet. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzi­pation, Pflege und Alter hat das Projekt mit 326.000 Euro gefördert.

Neben der Belastung durch die akute Erkrankung sind Menschen mit Demenz durch den Wechsel der Umgebung und die Änderung ihrer Gewohnheiten verunsichert und können mit Angst und Abwehr reagieren.

Im Rahmen des Projekts entwickelten die beteiligten Krankenhäuser praxisorientierte Lösungen. Unter anderem wurde das Personal qualifiziert, Konzepte zur Strukturierung des Tagesablaufs der Demenzerkrankten erarbeitet und die Zusammenarbeit mit Angehörigen sowie deren Beratung verbessert.

„Die Ergebnisse des Projekts machen Mut. Eine demenzsensible Betreuung im Krankenhaus ist nicht nur möglich – sie rechnet sich sogar für das Krankenhaus“, sagte Susanne Angerhausen, Projektleitung beim Paritätischen NRW. Krankenhäuser, die sich darauf einließen, steigerten nicht nur den Behandlungserfolg und die Zufriedenheit von Patienten mit Demenz, sondern auch die Mitarbeiter seien zufriedener.

„Viele Krankenhäuser in NRW entwickeln bereits Strukturen, um den Anforderungen demenzkranker Patienten und ihrer Behandlung gerecht werden zu können“, erklärte Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW. Hier stünden die Krankenhäuser aufgrund der steigenden Zahl von Patienten mit diesen Krankheits­bildern sowie der damit verbundenen hohen Belastungen des Personals vor großen Herausforderungen, so Brink. © hil/aerzteblatt.de

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