NewsPolitikMalteser fordern mehr Geld für Hospizbetreuung Jugendlicher
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Malteser fordern mehr Geld für Hospizbetreuung Jugendlicher

Donnerstag, 4. Februar 2016

Köln – Die Malteser fordern mehr Geld für die Hospizbetreuung Jugendlicher. Dank medizinischen Fortschritts lebten auch Kinder mit unheilbaren Krankheiten immer länger und erreichten häufiger als früher Pubertät und Erwachsenenalter. Für Eltern, Angehörige und professionelle Begleiter stelle dann der Wunsch junger Erwachsener etwa nach eigenständigerem Wohnen und Arbeiten eine Herausforderung dar, erklärte am Donnerstag in Köln der Leiter der Malteser Fachstelle Hospiz- und Palliativarbeit, Dirk Blümke. Er äußerte sich zum Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit am 10. Februar.

„Das Sterben dauert länger, die Mädchen und Jungen erreichen Lebensphasen, die vor wenigen Jahrzehnten unbekannt waren“, sagte Blümke. Dennoch müsse die soziale und medizinische Versorgung auf sehr hohem Niveau auch bei jungen Erwachsenen weiter erfolgen, so die Malteser. Dabei sei die Versorgung etwa im Rahmen der speziellen ambulanten Palliativversorgung (SAPV) für Kinder und Jugendliche noch schlechter als für Erwachsene. Es gebe zu wenige Kinderärzte mit palliativer Qualifikation, bemängelte Blümke. Gerade im ländlichen Raum fehle es an Unterstützung für die Familien.

Die ehren- und hauptamtlichen Hospizbegleiter stellten sich auf immer längere Begleitung und Entlastung der Familie ein, so die Malteser. Sie dauere bisher in der Regel einige Monate bis wenige Jahre.

Anzeige

Angesichts steigender Herausforderungen müsse die Qualifizierung der Hospizbegleiter ausgebaut werden. Die Kosten für die hauptamtliche Koordinierungsstelle würden jedoch nur zu 70 Prozent von den Krankenkassen übernommen. Daher müssten die fehlenden Mittel anderweitig akquiriert werden. „Spendensammeln kostet viel Zeit, die zulasten der Betreuung verloren geht“, gab Blümke zu bedenken.

© dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. März 2020
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat eine Handlungsempfehlung zur Therapie von Patienten mit COVID-19 vorgestellt. Grundlage der Empfehlungen ist die S3-Leitlinie
Palliativmediziner stellen Handlungsempfehlung zur Therapie von Patienten mit COVID-19 vor
28. Februar 2020
Berlin – Ein neues Handbuch der kirchlichen Wohlfahrtsverbände und des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV) soll die Begleitung sterbender Menschen in Hospizen verbessern. Anhand eines
Handbuch für Begleitung Sterbender in Hospizen vorgelegt
26. Februar 2020
Berlin – Das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in Karlsruhe, dass der 2015 eingeführte Strafrechtsparagraf 217 zur geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung gegen das Grundgesetz
Gekipptes Sterbehilfeverbot löst heftige Reaktionen aus
21. Februar 2020
Berlin – Vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidbeihilfe verweist die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) auf eine große Verantwortung der Gesellschaft für schwerstkranke
Mediziner mahnen anderen Umgang mit Sterben in der Gesellschaft an
11. Februar 2020
Aurora/Colorado – Kann eine palliative Betreuung die Lebensqualität von Patienten und Betreuern verbessern? Eine randomisierte Studie findet in JAMA Neurology (2020; doi: 10.1001/jamaneurol.2019.4992)
Morbus Parkinson: Studie untersucht Wirkung einer palliativen Betreuung
10. Februar 2020
Berlin – Das Ehrenamt muss – vor allem in der Kinderhospizarbeit – gestärkt werden. Dies sei etwa „durch bewusstseinsbildende Maßnahmen oder durch weitere Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von
Ehrenamtler wichtig für Kinderhospize
8. Januar 2020
Karlsruhe – Das Bundesverfassungsgericht will am 26. Februar sein Urteil zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe verkünden. Das teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mit. Geklagt hatten schwer
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER