NewsPolitikViele Deutsche würden Daten für Gesundheitsforschung zur Verfügung stellen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Viele Deutsche würden Daten für Gesundheitsforschung zur Verfügung stellen

Freitag, 12. Februar 2016

Berlin – Obwohl die Mehrheit der Deutschen der Sammlung und Verarbeitung von Massendaten (Big Data) generell eher skeptisch gegenübersteht, würde sich knapp die Hälfte der Bundesbürger für den medizinischen Fortschritt darauf einlassen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes TNS Infratest im Auftrag des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation.

Demnach würden 42 Prozent der Deutschen persönliche Daten Gesundheits­insti­tutionen anonymisiert zur Verfügung stellen, wenn sich dadurch die Entdeckung und Behandlung von Krankheiten verbessern ließe. Europaweit sind sogar 61 Prozent der Befragten bereit, sich auf dieses Szenario einzulassen, vor allem Spanier (86 Prozent) und Italiener (79 Prozent) stehen der breitflächigen Sammlung von Gesundheitsdaten positiv gegenüber. 53 Prozent der befragten Europäer würden ihre Daten sogar unanonymisiert zu Verfügung stellen, solange dies der eigenen Heilung oder der Heilung anderer dienlich ist.

Anzeige

Christof von Kalle vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg hält das für die richtige Einstellung: „Schon jetzt ermöglicht uns die Auswertung großer Datenmengen, Krebspatienten gezielter zu therapieren. Dabei stehen wir bei diesen Verfahren erst am Anfang", verwies er auf das große Potenzial entsprechender Analysen. Zugleich mahnte der Wissenschaftler jedoch die häufig nicht ausreichende Qualität vieler Datenauswertungen an und setzte sich nachdrücklich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Big Data ein. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

26. März 2020
Neuruppin − Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) soll 6,6 Millionen Euro Landesförderung bekommen. Der Haushaltsausschuss des Brandenburger Landtags beschloss gestern
Medizinische Hochschule Brandenburg soll Millionenzuschüsse bekommen
23. März 2020
Helsinki − Im dritten Jahr in Folge ist Finnland zum glücklichsten Land der Welt erklärt worden. Das geht aus dem heute von den Vereinten Nationen veröffentlichten Index hervor, der das
Die Finnen bleiben die glücklichsten Menschen der Welt
20. März 2020
Berlin – Cochranes Bibliothek wird ab der kommenden Woche temporär kostenlos verfügbar. Der offene Zugang soll den weltweiten Wissensaustausch und die klinische Forschung erleichtern. Das geht aus
Cochrane-Bibliothek frei für alle
11. März 2020
München – Unter Leitung des Deutschen Schwindel- und Gleichgewichtszentrums (DSGZ) in München wollen Ärzte und Wissenschaftler die Versorgung von Patienten mit Schwindel verbessern. Hausärzte,
Interdisziplinäres Forschungsprojekt soll Versorgung von Schwindelpatienten verbessern
11. März 2020
Würzburg/Bamberg – Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege fördert ein neues Projekt zur integrativen Medizin mit 360.000 Euro. Die integrative Medizin sieht vor, Möglichkeiten der
Neues Forschungsprojekt zur integrativen Medizin in Bayern
9. März 2020
Paris/Berlin – In den Ländern, die zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören, hat sich die Lebensqualität in den vergangenen zehn Jahren spürbar verbessert.
Lebensqualität in OECD-Ländern gestiegen – Ungleichheiten bleiben bestehen
18. Februar 2020
Berlin – Drei Berliner Forschungseinrichtungen wollen in einer gemeinsamen Initiative Einzelzelltechnologien für klinische Fragestellungen nutzbar machen. An dem Vorhaben beteiligen sich das Berlin
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER