Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

WHO: Entwicklung von Zika-Impfstoff dauert noch lange

Freitag, 12. Februar 2016

Genf/Brasília – Ein Impfstoff gegen das Zikavirus wird nach Einschätzung der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) noch geraume Zeit auf sich warten lassen. Bis zu großangelegten klinischen Tests werde es noch mindestens anderthalb Jahre dauern, erklärte die WHO am Freitag in Genf. Zugleich zeigte die Organisation sich optimistisch, dass binnen Wochen geklärt werden kann, ob der Zikavirus wie befürchtet bei Ungeborenen die Schädel-Fehlbildung Mikrozephalie auslöst.

Der WHO zufolge arbeiten derzeit rund 15 Unternehmen an der Entwicklung eines Zika-Impfstoffs. Erfolgversprechend schienen derzeit vor allem zwei Mittel, die von den US National Institutes of Health und von der indischen Firma Bharat biotech entwickelt würden, sagte WHO-Vertreterin Marie-Paule Kieny. „Ungeachtet dieser ermutigenden Gesamtlage wird es noch mindestens 18 Monate dauern, bis es zu großangelegten Tests kommt.”

Dagegen soll es laut Kieny nur noch „wenige Wochen” dauern, bis klar ist, ob Zika wie befürchtet bei Föten Mikrozephalie auslösen kann. Auch ob das Virus für das Nervenleiden Guillain-Barré verantwortlich sein kann, solle bis dahin geklärt sein. 

Die WHO bezeichnete bisher eine Verbindung zwischen Zika und der Mikro­zephalie „stark zu vermuten". Eine Verbindung mit Guillain-Barré gilt als „hoch wahrscheinlich". Endgültige Klarheit soll laut Kieny unter anderem ein derzeit laufender Test bei schwangeren Frauen in Kolumbien bringen.

Bislang gibt es keinen Impfstoff gegen den Erreger und kein Medikament zur Behandlung Erkrankter. Wegen der Zika-Epidemie hatte die WHO Anfang des Monats einen „weltweiten Gesundheitsnotstand" ausgerufen.

© afp/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21.09.17
Viren auf der Wiesn: Oktoberfest macht krank
München – Die Statistik weist darauf hin, dass es die Oktoberfest-bedingte Infektionskrankheit tatsächlich gibt. Bundesweiten Meldungen ausgewählter Arztpraxen zufolge beginnen Erkältungen im Raum......
15.09.17
In Rom werden Blutspenden knapp
Rom – Nach dem Bekanntwerden von Fällen des Chikungunya-Fiebers in Rom werden die Vorräte an Spenderblut knapp. Das berichteten italienische Medien heute. Was die Blutspenden angeht, habe man es „mit......
12.09.17
Asiatische Tigermücke rückt immer weiter vor
Karlsruhe – Die Asiatische Tigermücke rückt immer weiter vor. Das Insekt sei nun auch in Karlsruhe gesichtet worden, sagte Norbert Becker von der kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der......
12.09.17
Neue Fälle von Chikungunya-Fieber in Italien
Rom – In Rom sind vier neue Fälle von Chikungunya-Fieber aufgetreten. Das berichteten italienische Medien heute. Das Virus, das normalerweise in tropischen Ländern auftritt und zu hohem Fieber und......
05.09.17
Epstein-Barr-Virus erhöht MS-Risiko in allen Ethnien
Pasadena/Kalifornien – Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) begünstigen unabhängig vom ethnischen Hintergrund die Entwicklung einer Multiplen Sklerose. Eine aktuelle Fall-Kontroll-Studie in......
28.08.17
Chikungunya-Fieber im sommerlichen Südfrankreich
Stockholm – Im Département Var in der französischen Provence, sind in den letzten Wochen vier Menschen am Chikungunya-Fieber erkrankt. Alle Patienten leben im Umkreis von 200 Metern des......
23.08.17
Giftschlangen: Weltweiter Engpass bei Gegengift
Genf – Millionen Menschen werden jedes Jahr von giftigen Schlangen gebissen. Etwa 100.000 sterben daran. Das Fatale: Es gibt kaum noch wirksames Gegengift. Die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO will......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige