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Medizinstudierende gegen weiteren Pflichtabschnitt im praktischen Jahr

Montag, 15. Februar 2016

Berlin – Die Medizinstudierenden in Deutschland wehren sich gegen einen weiteren Pflichtabschnitt im praktischen Jahr (PJ). Sie sind auch gegen eine sogenannte Landarztquote, befürworten aber, dass PJ von bislang drei auf vier Abschnitte umzustellen. Das erläutern die Medizinstudierenden des Hartmannbundes und die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) jetzt in einem gemeinsamen offenen Brief an Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU).

Hintergrund der Initiative ist der sogenannte Masterplan Medizinstudium 2020. „Wir wollen vor der bevorstehenden Fertigstellung eines Eckpunktepapiers durch die Bund-Länder-Arbeitsgruppe noch einmal an unsere bisher dargelegten Argumente erinnern und dazu auffordern, keine Vorschläge zu verabschieden, die ungeeignet sind, das Medizinstudium wirklich sinnvoll weiterzuentwickeln“, sagte Moritz Völker, Vorsitzender des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund. Dies sei besonders wichtig, da das Eckpunktepapier voraussichtlich die Grundlage für eine mögliche Veränderung der ärztlichen Approbationsordnung sei.

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„Von einer Quote zur Sicherstellung der primärärztlichen Versorgung sollte Abstand genommen werden. Die wenigsten Studienplatzbewerber können vor ihrem Studium einschätzen, welche Fachrichtung sie später einschlagen wollen“, heißt es in dem Brief zum Thema „Landarztquote“.

Zum Streit um einen möglichen Pflichtabschnitt Allgemeinmedizin im PJ schlagen die Studierenden vor, einen PJ-Wahlabschnitt in der ambulanten Versorgung – bei Haus- und Fachärzten unabhängig von der Fachrichtung – absolvieren zu können. Vor diesem Hintergrund wäre es laut den Studierendenvertretungen sinnvoll, das PJ in Quartale zu teilen.

Die bvmd kritisierte gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt Medizinstudieren, dass die Politik im Augenblick sehr auf die Allgemeinmedizin fokussiert sei. „Die Studierenden lehnen es aber ab, das Studium zu sehr auf den Hausarztberuf zuzuschneiden. Es sollte vielmehr dazu befähigen eine Weiterbildung jeglicher Art einzuschlagen“, sagte Myriam Heilani, stellvertretende Bundeskoordinatorin für medizinische Ausbildung der bvmd, gegenüber dem Blatt. © hil/aerzteblatt.de

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kairoprax
am Dienstag, 16. Februar 2016, 13:11

warum Pflicht-Abschnitt, warum nicht Öffnung des PJ?


Die Studierenden der Medizin haben sich als sachkundiger erwiesen als die DEGAM. Was menetekeln da nicxht alles für Lobbyisten in eigener Sache seit Jahren von den aussterbenden Hausärzten!
Nur noch 10 Prozent der Studenten würden sich für die Allgemeinmedizin entscheiden ... gut. Dann betrachten wir uns das doch malganz nüchtern.
Laut Bundesärztekammerstatistik von 2014 arbeiten von den 365200 Ärztinnen und Ärzten 147900 in den Praxen, davon allerdings nur 43206 im Fach Allgemeinmedizin, das sind 11,8 %. Von diesen sind jedoch derzeit bereits ein Fünftel Angestellte in MVZ oder Praxisgemeinschaften.
Was fangen wir auch mir mehr Allgemeinärzten an, wenn es zusätzlich einen Bedarf an anderen Fachärzten gibt.
Mit Ausnahme der Jahre 1995 und 2005 lag die Zahl der Facharztprüfungen bei den Allgemeinärzten immer um etwa 10%. 1995 und 2005 warwen Ausnahmejahre wegen den Umschrfeibungen von Praktischen Ärzten zu Fachärzten für Allgemeinmedizin und der Aufspaltung der Internisten in fachärztliche und hausärztliche.
Und noch etwas.
Allgemeinmedizin kann man nicht an der Klinik lernen.

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