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Politik

Der Südhessische Klinikverbund stellt Insolvenzantrag

Dienstag, 16. Februar 2016

Bensheim – Dem Südhessischen Klinikverbund (SHK) mit Krankenhäusern in Lampertheim, Bensheim und Lindenfels droht die Pleite. Am Dienstag stellte er beim Amtsgericht Darmstadt einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Der Krankenhausbetrieb solle aber gegenwärtig aufrechterhalten bleiben, teilte der Klinikverbund mit. Geldprobleme gebe es schon länger.

Betroffen seien insgesamt 514 Beschäftigte, hinzu kämen noch fünf Mitarbeiter des Medizinischen Versorgungszentrums Lindenfels (MVZ). An den drei Standorten gebe es insgesamt 328 Betten. Die Auslastung liege in Lampertheim (85 Betten) bei 78 Prozent, in Bensheim (132 Betten) bei 58 Prozent und in Lindenfels (111 Betten) bei 39 Prozent.

Bensheim und Lindenfels zeigten sich enttäuscht. Trotz Kontakte habe der Klinikverbund keine Hinweise auf den Insolvenzantrag gegeben, meinte der Bürgermeister von Lindenfels, Michael Helbig (SPD). „Dies ist kein partnerschaftliches Verhalten auf Augenhöhe, sondern herablassendes Machtgehabe”, teilte Helbig mit. Eine solche Kritik äußerte auch die Stadt Bensheim. „Jetzt gilt es, Lösungen im Sinne der Mitarbeiter zu finden und die medizinische Versorgung in Bensheim zu sichern”, teilte Bürgermeister Rolf Richter (CDU) mit.

Helbig meinte, die Insolvenz biete möglicherweise die Chance, das Krankenhaus aus dem Verbund herauszulösen. Die Defizite in Bensheim hätten die wesentlichen Löcher in die Kasse des Klinikverbundes gerissen. Das hessische Sozialministerium wie auch Landkreis Bergstraße müssten zudem mehr Verantwortung zeigen. © dpa/aerzteblatt.de

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