Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Prävention von Demenz durch Ernährung ist unklar

Donnerstag, 18. Februar 2016

Berlin – Für die Prävention von Demenz durch eine ausgewogene Ernährung gibt es im Augenblick lediglich Hinweise, zum Beispiel, dass der Konsum von Fisch oder eine mediterrane Ernährung das Risiko verringern könnten. „Aber eine ausreichende Evidenz zur Ableitung von Ernährungsempfehlungen gibt es hierfür bisher nicht“, betont die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die neue, Ende Januar erschienene S3-Leitlinie „Demenzen“. Sie ist entstanden unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sowie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). 23 Fachgesellschaften, Berufsverbände und Organisationen von Medizinern, Therapeuten, Pflegepersonal und Patienten haben sich beteiligt.

Die Autoren der Leitlinie haben unter anderem die Relevanz von Risikofaktoren für Demenzen, die bereits im mittleren Alter vorliegen, identifiziert. Sie kamen zu dem Schluss, dass kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen und Rauchen auch Risikofaktoren für eine spätere Demenz darstellen. Die Vermeidung kardiovaskulärer Risikofaktoren, ihre Diagnostik und frühzeitige Therapie trägt laut Leitlinie wesentlich zur Primärprävention einer späteren Demenz bei.

Die DGE weist daraufhin, dass das sogenannte Kompetenzcluster Diet-Body-Brain (DietBB) daran arbeitet, die Zusammenhänge zwischen bestimmten Ernährungs­gewohnheiten und der Entwicklung von Demenzen weiter zu klären. Das Kompetenz­cluster DietBB ist ein interdisziplinäres Netzwerk mit Partnern aus der Region Bonn. Zu dem Netzwerk gehören unter anderem mehrere Institute der Universität Bonn und des Universitätsklinikums, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und die DGE. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Dr.Bayerl
am Montag, 7. März 2016, 22:55

Eine Empfehlung gegen zu viel Zucker ist immer richtig und auch notwendig

selbst für das Gehirn, obwohl man oft das Gegenteil hört, liebe DGE.
Ich erinnere an die ketogene Diet bei Epilepsie.

Nachrichten zum Thema

23.05.17
US-Pädiater: Keine Fruchtsäfte im ersten Lebensjahr
San Francisco – Kinder sollten im ersten Lebensjahr grundsätzlich keine Fruchtsäfte erhalten. Auch später sollten die Kinder lieber Obst essen, da Fruchtsäfte deutlich mehr Zucker enthalten und die......
19.05.17
Karlsruhe – Das neue Institut für Kinderernährung des Max-Rubner-Istituts (MRI) bekommt seinen Sitz in Karlsruhe. Es solle die wissenschaftliche Basis für Kinderernährung verbessern, teilte......
17.05.17
„Bisherige Initiativen gegen Diabetes Typ 2 haben ihr Ziel verfehlt“
Berlin – Initiativen, die versuchen, den Anstieg der Diabetes-Typ-2-Erkrankungen zu senken, gibt es viele. Bisher blieben sie jedoch alle ohne Erfolg, so die Einschätzung von Dietrich Garlichs,......
16.05.17
Untergewicht wahrscheinlich kein Auslöser für Demenz
Kopenhagen – Ein zu niedriges Körpergewicht scheint kein direkter Auslöser einer Demenz zu sein. Davon gehen Forscher der Universität Kopenhagen aus, die mit Arbeitsgruppenleiterin Ruth Frikke-Schmidt......
16.05.17
Kinderärzte warnen vor koffeinhaltigen Energydrinks
Berlin – Ein 16-Jähriger ist im US-Bundesstaat South Carolina an den Folgen einer Überdosis Koffein gestorben. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BFJK) warnt nun davor, Kindern......
11.05.17
Zuckergesüßte Getränke werden weltweit immer günstiger
Chicago – Ein Hauptverursacher der stetig zunehmenden Zahl von Menschen mit Adipositas sind mit Zucker gesüßte Getränke. Statt die Hemmschwelle für den Kauf ungesunder Lebensmittel durch steigende......
04.05.17
Glutenfreie Kost für gesunde Menschen eher schädlich
New York – Immer häufiger entscheiden sich Menschen, die nicht an einer Zöliakie leiden, für eine glutenfreie Kost. Die Hoffnung, dass die Vermeidung von Getreideprodukten sie vor einer koronaren......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige