NewsVermischtesApp unterstützt Skoliosepatienten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

App unterstützt Skoliosepatienten

Freitag, 19. Februar 2016

TU Berlin 

Berlin – Die Technische Universität (TU) Berlin hat eine App für Kinder und Jugendliche mit Skoliose entwickelt. Sie soll registrieren, wie lange die Betroffenen ihr Korsett tragen und darüber hinaus die Patienten motivieren. Der TU zufolge ist Skoliose in Deutschland die häufigste orthopädische Behandlungsindikation bei Kindern und Jugendlichen.

Vielen Betroffenen wird zur Therapie das Tragen eines rigiden Korsetts verordnet – täglich bis zu 23 Stunden. Es soll der Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule mechanisch entgegen wirken. „Eine solche Einschränkung mitten in der Pubertät wird von den wenigsten Kindern und Jugendlichen gut angenommen“, sagte Susanne Dannehl, psychologische Psychotherapeutin und Mitarbeiterin am TU-Fachgebiet für Medizintechnik.

Anzeige

Aber auch unter Ärzten und den Kostenträgern werde diskutiert, welche Korsettform am effektivsten ist und wie lange das Korsett am Tag getragen werden muss. „Das Problem bei Orthesen ist, dass es keine vernünftigen Vergleichsdaten gibt“, erklärte Marc Kraft, Leiter des Fachgebietes Medizintechnik.

Denn der Arzt sehe die Kinder in der Regel alle sechs Monate, und auch Eltern wollten und könnten nicht permanent die Tragedauer überwachen. Eine objektive Erfassung therapierelevanter Daten wie Tragedauer, Ausmaß der ausgeführten Bewegungen und Druckstellen – sei so unmöglich. „Genau in diese Betreuungslücke wollen wir einsteigen: Mit einem digitalen ‚Coach‘“, so Kraft.

Dafür werden in die Korsetts verschiedene Sensoren, die therapierelevante Aktivitäts­daten wie Bewegung, Körperhaltung, Atmung und Druckverhältnisse erfassen, integriert. Eine intelligente Funktechnik übermittelt die Daten kabellos an eine speziell entwickelte App auf das Smartphone der Patienten. Diese erhalten über die Anwendung zudem Tipps und Anregungen, etwa zu Sportübungen mit Korsett. „Eine erste App-Version ist fertig und wird zurzeit von den Patienten geprüft und verbessert“, verwies Dannehl. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #756450
jobrunder
am Donnerstag, 6. Dezember 2018, 15:41

App Name

Liebes Team,

Ich bin Physiotherapeutin in Ausbildung und führe derzeit eine qualitative Studie mit AIS Patienten durch. Diese App wäre von großem Interesse für die Befragten Kinder und Jugendlichen. Gibt es eine Testversion? Bitte wenden sie sich gerne per Mail an mich! jojo-brunner@gmx.at
LNS

Nachrichten zum Thema

10. Dezember 2018
Wiesbaden – Der Hessische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Stefan Grüttner (CDU) hat heute die ersten fünf Innovationsprojekte vorgestellt, die das Land im Rahmen der E-Health-Initiative Hessen fördert. Bei den
Hessen fördert Telemedizinprojekte
7. Dezember 2018
München – In einer unterfränkischen Tagespflege wird mit staatlicher Förderung der Einsatz eines Roboters erprobt. Die bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) erklärte dazu heute in
Bayern fördert Robotereinsatz in Tagespflege
7. Dezember 2018
Berlin – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist ein Feld, in dem die Vertragsärzte und -psychotherapeuten zunehmend selbstbewusst agieren und die Rahmenbedingungen mitgestalten wollen. Das wurde
Ärzte wollen die Digitalisierung gestalten
7. Dezember 2018
Chicago – US-Forscher haben ein miniaturisiertes Messgerät für UV-Licht entwickelt, das an der Kleidung, aber auch am Finger oder als Ohrring getragen werden kann und ohne eine Batterie die
Hautkrebs: Tragbarer Hautsensor gibt UV-Alarm über Smartphone
7. Dezember 2018
Berlin – Versicherte der Ersatzkassen haben seit dem 1. Dezember 2018 mehr Wahlfreiheit bei der Hörgeräteversorgung. Darauf haben der Verband der Ersatzkassen (vdek) und die „Qualitätsinitiative
HNO-Ärzte verstärkt in Hörgeräteversorgung eingebunden
7. Dezember 2018
Jena – Neue Operationsmikroskope sowie Laser zur Korrektur von Sehfehlern haben das Geschäft des Jenaer TecDax-Unternehmens Carl Zeiss Meditec angekurbelt. Der Konzernumsatz stieg im Ende September
Zeiss Meditec profitiert von mehr Augenbehandlungen
6. Dezember 2018
Pontevedra – Computerspiele können eine leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) frühzeitig erkennen und von einer Alzheimererkrankung unterscheiden. Das zeigt eine spanische Pilotstudie mit 16
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER