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Politik

Mehr Masern-Schutz­impfungen in Deutschland

Montag, 22. Februar 2016

dpa

Berlin – Im vergangenen Jahr haben sich deutlich mehr Versicherte gegen Masern impfen lassen als 2014. „Dies gilt sowohl für die Erstimmunisierung von Kindern als auch für erwachsene Versicherte, die ihren Impfschutz auffrischen ließen“, hieß es aus der Barmer GEK.

So ließen sich laut der Krankenkasse im gesamten Jahr 2015 schätzungsweise 180.000 gesetzlich Versicherte in Deutschland impfen. Im Jahr zuvor waren es lediglich rund 80.000. „Ein Grund für die erhöhte Zahl an Masern-Schutzimpfungen gerade bei den Erwachsenen könnte die gestiegene Aufmerksamkeit für das Thema in der Öffentlichkeit sein“, vermutet Ursula Marschall, leitende Medizinerin der Barmer GEK.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte allerdings Anfang des Jahres berichtet, dass viele Kleinkinder zu spät geimpft würden. Im Alter von 15 Monaten waren vom Geburts­jahrgang 2012 laut einer Analyse von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen erst 86,6 Prozent der Kinder gemäß STIKO-Empfehlung einmal gegen Masern geimpft, im Alter von 24 Monaten hatten 71 Prozent die zweite Impfung erhalten.

Außerdem sind laut dem RKI die die regionalen Unterschiede bei den Masern-Impfquoten erheblich. Sie reichen bei der ersten Masern-Impfung für 15 Monate alte Kinder von 59,1 Prozent (Rhön-Grabfeld, Bayern) bis 96,5 Prozent (Zweibrücken, Rheinland-Pfalz), bei der zweiten Masern-Impfung für 24 Monate alte Kinder von 39,4 Prozent (Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg) bis 86,8 Prozent (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen).

Zur Prävention der Masern-Infektion empfiehlt die STIKO eine erste Masern-Impfung für Kinder im Alter von 11 bis 14 Monaten und eine zweite Impfung für den Altersbereich 15 bis 23 Monate. Die Nachholung der Impfung mit zwei Dosen ist bis zum 18. Lebensjahr empfohlen. Erwachsene der Geburtsjahrgänge nach 1970, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden beziehungsweise deren Impfstatus unklar ist, sollen einmalig eine Nachholimpfung erhalten. © hil/aerzteblatt.de

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