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Politik

Arzneimittelmarkt setzt auf Spezialisierung

Mittwoch, 24. Februar 2016

Waldems-Esch – Hochpreisige neue Arzneimittel verändern im Augenblick den Markt. Das berichtet das Statistik-Unternehmen Insight Health. Bekanntestes Beispiel dafür seien die neuen Wirkstoffe zur Therapie der Hepatitis C. Im vergangenen Jahr wurden im Marktsegment der systemischen Virusstatika Umsätze von über zwei Milliarden Euro nach Abgabepreisen pharmazeutischer Unternehmer vom pharmazeutischen Großhandel erzielt, berichtet das Unternehmen. Aber auch in anderen Therapiegebieten bestimmten hochpreisige Innovationen den Markt.

So haben laut Insight Health neue Kinasehemmer im Bereich der Antineoplastika zu Umsatzsteigerungen geführt. Seit 2010 habe sich der Großhandelsumsatz in diesem Marktsegment verdoppelt und in 2015 einen Umsatz in Höhe von einer Milliarde Euro erreicht.

Insight Health berichtet, die Hersteller setzten in der Zukunft auf eine zunehmende Spezialisierung. Die meisten Entwicklungssubstanzen, die sich bereits in der klinischen Studienphase III befänden, seien Antineoplastika und Immunmodulatoren. „Mit 87 Wirkstoffen sind hier fast dreimal so viele Innovationen in der Pipeline als im zweitstärksten Entwicklungsbereich Verdauungstrakt und Stoffwechsel“, berichtet das Unternehmen.

Laut der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände sind die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) im vergangenen Jahr um fünf Prozent gegenüber 2014 gestiegen. Die Zahl der auf Kassenrezept abgegebenen Medikamente, inklusive Hilfsmittel und Rezepturen, sei dabei mit circa 749 Millionen nur leicht um 0,1 Prozent gestiegen. Für den Anstieg der Kosten sei demnach nicht die Menge der Arzneimittel, sondern deren Preis verantwortlich.

Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, kündigte an, die Preisbildung bei neuen Arzneimitteln werde ein Hauptthema des diesjährigen Deutschen Ärztetages in Hamburg sein. © hil/aerzteblatt.de

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Titania Vertrieb
am Mittwoch, 2. März 2016, 16:47

neue Wirkstoffe-Freibrief für Pharmafirmen-ungehemmt Riesenumsätze zu erzielen

die gegenwärtige Praxis Pharmafirmen für zunächst mindestens 12 Monate, für z.T.vermeintlich neue Medikamente, die seitens der Pharmafirmen " diktierten " Preise, auf Kosten der Versichertengemeinschaft, zu erstatten ist ein gesellschaftlicher Skandal.
KEINE Branche in der " normalen Wirtschaft " kann neue Produkte,
nach eigenem Preisdiktat am Markt platzieren. So etwas gibt es NUR in Deutschland. In anderen Ländern ist die Einführung vermeintlich neuer Präparate bzw. Wirkstoffe NICHT durch Preisdiktate der Pharmaindustrie möglich. Nur in Deutschland lassen sich jedes Jahr überproportionale Zuwachsraten, bei weit über 30 Milliarden Gesamtmedikamentenkosten erzielen !!! Wann regt sich "wirksamer" Widerstand seitens des Gesamtverbandes der gesetzlichen Krankenkassen,nicht nur Lippenbekenntnisse ???

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