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Politik

Zusatznutzen von Aflibercept bei myoper choroidaler Neovaskularisation nicht belegt

Dienstag, 1. März 2016

Köln – Für den Wirkstoff Aflibercept (Handelsname Eylea®) ist für Erwachsene, bei denen sich die Sehschärfe aufgrund einer myopen choroidalen Neovaskularisation verschlechtert hat, kein Zusatznutzen belegt. Das berichtet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Bei Kurzsichtigkeit ist der Augapfel bekanntlich zu sehr in die Länge gewachsen. Dadurch können in der Membran zwischen Ader- und Netzhaut Risse auftreten, die in der Aderhaut eine Neubildung von Blutgefäßen, also eine Neovaskularisation anregen. Wenn die Gefäße in die Netzhaut hineinwachsen und undicht werden, kann dies die Sehschärfe zusätzlich beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Die Injektion von Wirkstoffen in den Augapfel soll eine solche Neovaskularisation hemmen.

Aflibercept ist ein spezifischer Inhibitor des „Vascular Endothelial Growth Factor“(VEGF)-A und VEGF-B. Außerdem bindet Aflibercept den „Placenta Growth Factor“(PGF).Über diese Inhibition wird die Neoangiogenese unterdrückt – ein Prinzip, das bislang vor allem in der Onkologie zur Anwendung kam.  

Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss hatte das IQWiG beauftragt den Nutzen von Aflibercept gegenüber einer Therapie mit Ranibizumab am Auge zu vergleichen, einem monoklonalen Antikörper, der ebenfalls zur Hemmung der Gefäßneubildung eingesetzt wird. „Ein Zusatznutzen von Aflibercept ist gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie für Patienten mit myoper choroidaler Neovaskularisation nicht belegt“ lautet das Fazit der IQWiG-Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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