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Politik

Ärzte rufen zur Darmkrebsvorsorge auf

Dienstag, 1. März 2016

Felix-Burda-Stiftung

Berlin – Zum Auftakt des Darmkrebsmonats März haben Ärzte und Stiftungen zur Vorsorge aufgerufen. Das Motto des diesjährigen Aktionsmonats lautet „Ausreden können tödlich sein!“. Die begleitende Werbekampagne der Felix-Burda-Stiftung inszeniert unsinnige Ausreden und zeigt die tödliche Konsequenz der vorgeschobenen Argumente gegen den Gang zum Arzt. So heißt es zum Beispiel „Autowaschen kann tödlich sein – wenn Sie deshalb nicht zur Darmkrebsvorsorge gehen.“ Die Kampagne umfasst Anzeigen, Radio-Spots, Online-Banner sowie einen TV-Spot.

Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) betont die Bedeutung der Kampagne: „Es kommen viel häufiger schon jüngere Patienten und fragen, ab wann die Vorsorge denn möglich ist“, sagte sie im Interview mit KV-on, dem digitalen Webkanal der KBV. Der Aufwand, die Informationen zur Darmkrebsvorsorge in die Bevölkerung zu tragen, zahle sich aus. „Das wird mehr und mehr Bestandteil einer ganz normalen Versorgung“, so Feldmann. Sie empfiehlt Hausärzten, bei der Kontrolle des Impfstatus nach der Darmkrebsvorsorge zu fragen.

Den Erfolg der Vorsorgekoloskopie und der begleitenden Medienarbeit belegt eine Studie, die jetzt im Deutschen Ärzteblatt erschienen ist. „Innerhalb von zehn Jahren nach Einführung der Vorsorgekoloskopie ist in Deutschland nach zuvor jahrzehntelangem Anstieg die Darmkrebsinzidenz in den Altersgruppen ab 55 Jahren um 17–26 Prozent zurückgegangen“, berichtet die Arbeitsgruppe um Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungsinstitut in Heidelberg. Basis der Studie waren Daten der epidemiologischen Krebsregister und der Todesursachenstatistik. © hil/aerzteblatt.de

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