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Ärzteschaft

Kammer Berlin zieht positives Fazit nach ersten Sprachprüfungen für ausländische Ärzte

Mittwoch, 2. März 2016

dpa

Berlin – Die Ärztekammer Berlin ist mit den ersten von ihr veranstalteten Fachsprachen­prüfungen für ausländische Ärzte zufrieden. Seit August vergangenen Jahres fanden 81 dieser Prüfungen statt, 76 Teilnehmer haben sie bestanden. „Sprache und Kommuni­kation sind die wichtigsten Instrumente des Arztes. Nur wenn Ärzte mit ihren Patienten klar kommunizieren können, ist eine erfolgreiche und sichere Behandlung der Patienten möglich“, sagte der Kammerpräsident Günther Jonitz.

Die Teilnehmer der Prüfungen in Berlin stammten aus 25 Ländern. Bei der Alters­verteilung macht die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen den größten Anteil aus. „Mit der Durchführung der Fachsprachprüfungen liefert die Ärztekammer Berlin einen weiteren wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung der ärztlichen Behandlung. Wir sind froh, dass die Politik dieses wichtige Thema schnell aufgegriffen und mit Hilfe der Ärztekammern erfolgreich umgesetzt hat“, betonte Jonitz.

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Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Länder hatten Mitte 2014 „Eckpunkte zur Überprüfung der für die Berufsausübung erforderlichen Deutschkenntnisse in den akademischen Heilberufen“ vorgelegt. Für Ärzte wurde das Sprachniveau für die Fachsprachkenntnisse auf ein sogenanntes C1-Niveau festgelegt, das entspricht fortgeschrittenen Kenntnissen.

Die Prüfung selbst besteht aus drei Teilen:

1. simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch (20 Minuten)

2. schriftliche Zusammenfassung (Dokumentation) dieses Gesprächs (20 Minuten)

3. Arzt-Arzt-Gespräch (20 Minuten). Die in der Prüfung diskutierten Fälle stellen laut der Ärztekammer typische hausärztliche Fallkonstellationen dar.

Auch der 117. Deutsche Ärztetag hatte im Jahr 2014 gefordert, die Prüfung der medizinischen Fachsprache in die Zuständigkeit der Lan­des­ärz­te­kam­mern zu legen.

„Eine parallele Übertragung an Sprachinstitute oder den Arbeitgeber unterläuft die Sicherstellung eines standardisierten Sprachniveaus“, argumentierten die Delegierten.

Auch in anderen Bundesländern führen die Ärztekammern die Fachsprachprüfungen für ausländische Ärzte durch, so in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

© hil/aerzteblatt.de

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