NewsHochschulenCharité befürchtet erneuten Arbeitskampf
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Charité befürchtet erneuten Arbeitskampf

Donnerstag, 3. März 2016

Berlin – Nach einer erneuten Eskalation im Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi droht Europas größter Universitätsklinik womöglich wieder ein Ausstand. „Wir befürchten einen erneuten Arbeitskampf”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité Karl-Max Einhäupl am Donnerstag. Dabei sei man Verdi etwa bei Forderungen nach einer personellen Mindestbesetzung in der Pflege bereits „über das Maß hinaus” entgegengekommen – es gehe um 200 neue Stellen. 135 Beschäftigte seien im Vorgriff auf eine Einigung bereits eingestellt worden.

Streitpunkt ist nun die Qualifikation dieses Personals: Die Charité will unter anderem wegen Fachkräftemangels auch sogenannte Servicekräfte einsetzen. Diese übernehmen laut Klinik „patientenferne” Arbeiten wie das Vorbereiten von Zimmern. Verdi will dagegen nur ausgebildete Pfleger zulassen und sieht die Verhandlungen als blockiert an. Am Freitag will die Gewerkschaft zur Situation Stellung nehmen.

Der Tarifabschluss schien bereits in Reichweite: Nach einem Streik im Juli 2015 einigten sich beide Seiten auf Eckpunkte für einen Tarifvertrag. Zuletzt hieß es, es müssten noch juristische Fragen und Übergangsregelungen geklärt werden. Die Charité strebt nach eigenen Angaben weiter den Abschluss an, will sich aber „in der Substanz nicht mehr bewegen”. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Magdeburg – Nach dem drohenden Scheitern der Tarifverhandlungen beim Krankenhausbetreiber Ameos in Sachsen-Anhalt haben die Landtagsfraktionen den Gesundheitskonzern für sein Verhalten kritisiert.
Landtag kritisiert Ameos wegen Tarifstreits
7. Juli 2020
Oldenburg/Hannover – Der Oberbürgermeister und die Universität der Stadt Oldenburg haben mit völligem Unverständnis auf die Entscheidung der niedersächsischen Landesregierung reagiert, im Etatentwurf
Unimedizin Oldenburg: Neubau nicht im Etatentwurf berücksichtigt
2. Juli 2020
Karlsruhe – Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat Verfassungsbeschwerden gegen die Neuregelung zur Tarifkollision aus dem Tarifvertragsgesetz nicht zur Entscheidung angenommen. Das geht aus einem
Bundesverfassungsgericht nimmt Beschwerde zur Tarifkollision nicht an
1. Juli 2020
Frankfurt am Main – Der Marburger Bund (MB) und das Land Hessen haben sich nach langen und zähen Verhandlungen auf einen Tarifabschluss für die rund 2.200 Ärzte an den drei hessischen
Einigung bei Tarifgesprächen für hessische Universitätskliniken
29. Juni 2020
Leipzig – Die Ärzte am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) erhalten in drei Schritten ein Gehaltsplus von insgesamt 5,9 Prozent. Darauf haben sich der Vorstand des Universitätsklinikums und der
Tarifeinigung in Leipzig: Ärzte am Universitätsklinikum erhalten mehr Gehalt
29. Juni 2020
Rostock – Christian Schmidt ist nach der Einstellung des Ermittlungsverfahrens nach Vorwürfen um zweifelhafte Geschäftspraktiken heute wieder zum Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Rostock
Schmidt wieder Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock
29. Juni 2020
Hamburg – Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2019 rechnet das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in diesem Jahr mit einem wirtschaftlichen Einbruch. Aufgrund fehlender
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER