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Schmerzexperten finden Risiken einer Opioid-Abhängigkeit vernachlässigbar

Freitag, 4. März 2016

Oberursel – Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) hat die Opioid-Abhängigkeit bei Schmerzpatienten als „ein überschätztes Problem“ bezeichnet. Obwohl sich Opioide weltweit durch Wirksamkeit und Verträglichkeit gegenüber vielen Formen von Schmerzen etabliert hätten, bestehe eine weit verbreitete Opioidphobie, so DGS-Vizepräsident Johannes Horlemann.

Der Einsatz von Opioiden bei nicht-tumorbedingten Schmerzen wird der DGS zufolge immer wieder kontrovers diskutiert. Der Grund: Ärzte und Patienten befürchten eine Abhängigkeit von diesen stark wirksamen Schmerzmedikamenten im Sinne von Sucht. Doch das Risiko einer Abhängigkeit ist laut Fachgesellschaft in der Praxis bedeutend weniger relevant als befürchtet.

Arztreport 2016: Schmerz interdisziplinär behandeln

Rund drei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Die Barmer GEK fordert, dass deren Behandlung nationales Gesundheitsziel wird. Die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen muss trotz wichtiger Fortschritte deutlich verbessert werden. 

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Viel wichtiger sei es, Patienten mit starken Schmerzen wirksame Therapien nicht vorzuenthalten. Der wichtigste Gesichtspunkt in der Langzeittherapie mit Opioiden sei, individueller Kriterien – im Sinne einer streng patientenorientierten und schmerz­medizinisch begleiteten Therapie – zu berücksichtigen, so die DGS-Experten. © hil/aerzteblatt.de

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