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Politik sieht Krankenkassen weiterhin gut finanziert

Montag, 7. März 2016

dpa

Berlin – Trotz sinkender Finanzreserven hält die Politik die gesetzliche Kranken­versicherung weiterhin für gut finanziert. Das betonte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bei der Vorstellung der vorläufigen Kassen-Finanzergebnisse für 2015. „Dass die Versicherten durch niedrigere Zusatzbeiträge um knapp 900 Millionen Euro entlastet werden konnten, zeigt die insgesamt gute Finanzlage der Kassen. Mit Reserven von rund 24,5 Milliarden Euro steht die GKV weiter auf einer stabilen Grundlage“, sagte der Minister heute in Berlin.

Laut den Zahlen betrugen die Finanz-Reserven der Krankenkassen Ende 2015 rund 14,5 Milliarden Euro. Hinzu kommt die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds von etwa zehn Milliarden Euro.

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Einnahmen der Krankenkassen von rund 212,42 Milliarden Euro standen 2015 Ausgaben von rund 213,56 Milliarden Euro gegenüber. Die Differenz von 1,14 Milliarden Euro ist laut Gröhe im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Krankenkassen ihre Versicherten durch niedrigere Zusatzbeiträge entlastet hätten. Dieser gewollte Entlastungeffekt umfasse rund 900 Millionen Euro.

In diesem Jahr müssen die Krankenkassen laut dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes allerdings um 0,2 Prozentpunkte anheben, um ihre Ausgaben zu decken. Damit seien aber zahlreiche Verbesserungen verbunden, zum Beispiel eine bessere Gesundheitsprävention in Kitas, Schulen und am Arbeitsplatz, eine bessere Versorgung in Krankenhäusern, Verbesserungen in der Hospiz- und Palliativversorgung sowie eine stärkere Nutzung der Digitalisierung.

2015 sind laut dem BMG die Ausgaben pro Versichertem um 3,7 Prozent gestiegen und damit deutlich weniger als 2014 – der Zuwachs hatte in diesem Jahr bei fünf Prozent gelegen. Die Arzneimittelausgaben sind nach einem Zuwachs von 9,4 Prozent im Jahr 2014 im Jahr 2015 um 3,9 Prozent je Versicherten und absolut um knapp 1,7 Milliarden Euro gestiegen, das entspricht 4,6 Prozent.

Im Bereich der vertragsärztlichen Vergütung stiegen die Ausgaben je Versicherten um rund 3,9 Prozent an. Die Ausgaben für Krankenhausbehandlung stiegen in 2015 je Versicherten um 3,1 Prozent. Der Anstieg beim Krankengeld lag bei 5,1 Prozent. Bei den Heilmittelausgaben verbuchten die Krankenkassen einen Ausgabenanstieg von 6,5 Prozent je Versicherten, bei den Hilfsmittelausgaben einen Zuwachs von 1,2 Prozent. © hil/aerzteblatt.de

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