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Ärzteschaft

Frauenärzte weisen TK-Darstellung zu Kaiserschnitten zurück

Montag, 7. März 2016

Berlin – Der Berufsverband der Frauenärzte hat die Darstellungen der Techniker Krankenkasse (TK) zurückgewiesen, Krankenhäuser rechneten Kaiserschnittgeburten immer häufiger als teure Notfall-Operation ab. Günstigere geplante Eingriffe würden dagegen seltener, erklärte die TK. Verbands-Präsident Christian Albring hielt dem am Montag entgegen, der steigende Anteil von sekundären Kaiserschnitten (Notfall-OP) sei durchaus medizinisch begründbar.

So sei seit einigen Jahren bekannt, dass es für Kinder besser sei, wenn der geplante Kaiserschnitt nicht schon nach 38 Wochen, sondern erst nach 40 Wochen erfolge. In vielen Fällen beginne dann aber die Geburt doch vorher, und wenn aus zwingenden Gründen eine natürliche Geburt nicht möglich ist, dann werde aus dem geplanten primären ein geordneter sekundärer Kaiserschnitt.

Ein zweiter Grund liege vor, wenn Frauen zu einem Kaiserschnitt geraten wurde, weil etwa das Kind sehr groß ist, sie aber den natürlichen Weg beschreiten wollen. Stelle sich dann während der Geburt heraus, dass die Geburt nicht ohne Risiko auf natürlichem Weg möglich sei, „wird ebenfalls ein sogenannter sekundärer Kaiserschnitt durchgeführt”, erläuterte Albring.

Die TK blieb am Montag bei ihre Darstellung. Sie hatte darauf hingewiesen, dass sich 2005 bis 2008 ungeplante und geplante OPs bei Kaiserschnitt-Geburten durchgängig die Waage gehalten hätten. Als von 2009 an Kliniken für einen Notfall-Kaiserschnitt einen höheren Preis abrechnen konnten, habe sich das geändert. 2014 lag das Verhältnis von ungeplanten zu geplanten Kaiserschnitt-OPs bei 56 zu 44 Prozent. © dpa/aerzteblatt.de

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