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Tuberkulose-Zahlen in Deutschland steigen drittes Jahr in Folge

Montag, 14. März 2016

Mycobacterium tuberculosis im Sputum /dpa

Berlin– Die Tuberkulose-Fallzahlen sind in Deutschland im dritten Jahr in Folge angestiegen. Nach 4.325 Fällen im Jahr 2013 und 4.533 im Jahr 2014 wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) im Jahr 2015 5.865 Fälle übermittelt. Höher war diese Zahl zuletzt mit 6.030 Fällen im Jahr 2005. „Aber trotz des Anstiegs der Tuberkulose-Fallzahlen ist das Infektionsrisiko innerhalb der Allgemeinbevölkerung unverändert sehr gering“ sagte der RKI-Präsident Lothar Wieler im Vorfeld des Welttuberkulosetags am 24. März.

Der deutliche Anstieg der Erkrankungszahlen im Jahr 2015 gegenüber 2014 geht laut dem RKI in erster Linie auf die sogenannte aktive Fallfindung bei der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchung von Asylsuchenden zurück. Die Zahl der Tuberkulosen, die durch die Untersuchung von Asylsuchenden diagnostiziert wurden, betrug für das Jahr 2015 1.255 Fälle. Im Jahr 2014 waren es 425, gut doppelt so viele wie 2013 (198 Fälle). „Die Anstrengungen für die frühe Erkennung, Behandlung und Vermeidung von Tuberkulose sind daher wichtiger denn je“, unterstrich Wieler. Er betonte, die Gesundheitsämter müssten dafür ausreichend ausgestattet sein.

Unverzichtbar seien außerdem die Umgebungsuntersuchungen im familiären und beruflichen Umfeld der Erkrankten, sowie im Freundeskreis. © hil/aerzteblatt.de

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