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Medizintechnologien bei Patentanmeldungen führend

Donnerstag, 17. März 2016

München/Berlin – Die Medizintechnik führt bei den Patentanträgen die Liste der Technologiefelder an. 12.474 Anträge aus der ganzen Welt wurden im vergangenen Jahr beim Europäischen Patentamt in München eingereicht, berichtet der Bundes­verband Medizintechnik. Damit stieg die Zahl der sogenannten MedTech-Patent­anmeldungen dabei gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent. Auf dem zweiten Rang folgt die digitale Kommunikation mit 10.762 Anmeldungen vor der Computertechnik mit 10.549.

Deutschland ist dabei laut dem Verband sehr gut vertreten: Zwölf Prozent der Anmeldungen stammten von hier. Mit größerem Abstand folgen andere europäische Nationen wie die Niederlande mit sechs Prozent oder Frankreich mit vier Prozent der Anmeldungen.

Die deutschen Medizintechnikunternehmen rechnen für 2016 mit steigenden Umsätzen: Laut der Herbstumfrage 2015 des Verbandes erwarten 62 Prozent der Unternehmen international eine günstige Geschäftslage. Der deutsche Inlandmarkt entwickle sich dagegen zurückhaltender. Dennoch schaffen die Unternehmen in Deutschland neue Arbeitskräfte: 2015 haben 51 Prozent der Unternehmen mehr Arbeitsplätze geschaffen, elf Prozent haben Arbeitsplätze abgebaut. Die Branche beschäftigt in Deutschland nach der Gesundheitspersonal-Statistik des Statistischen Bundesamtes insgesamt mehr als 195.000 Menschen. Die MedTech-Branche ist mittelständisch geprägt. 95 Prozent der MedTech-Unternehmen beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter.

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Von den Unternehmen werden als Stärken des Standorts Deutschland am häufigsten die gute Infrastruktur (57 Prozent), das hohe Versorgungsniveau für die Patienten (50 Prozent) sowie die gut ausgebildeten Ärzte und der hohe Standard der klinischen Forschung (jeweils 39 Prozent) genannt.

Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen mit über 20 Beschäftigten lag in Deutschland nach Angaben der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Jahr 2014 bei 25,2 Milliarden Euro.

© hil/aerzteblatt.de

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