NewsÄrzteschaftDiabetes­organisationen begrüßen englische Softdrink-Steuer
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Diabetes­organisationen begrüßen englische Softdrink-Steuer

Freitag, 18. März 2016

dpa

Berlin – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE begrüßen die Ankündigung der britischen Regierung, eine Zuckersteuer für Softdrink-Unternehmen zu erlassen. Der Beschluss sollte für Deutschland ein Vorbild sein, sagte DDG-Vizepräsident Dirk Müller-Wieland.

„Eine solche Steuer hilft, Übergewicht und Diabetes zu verhindern“, so Müller-Wieland. Die britische Steuer setze Unternehmen den ökonomischen Anreiz, den Zuckergehalt in ihren Getränken zu reduzieren, und das sei genau die richtige Strategie.

Anzeige

„Diese Entscheidung ist nicht nur mutig, sie ist auch richtig und weitsichtig“, sagte DDG-Geschäftsführer Dietrich Garlichs. „Eine solche Entschlusskraft wünschen wir uns auch von der Bundesregierung.“ Zwar habe der Bundestag beschlossen, gemeinsam mit Lebensmittelwirtschaft und Lebensmittelhandel eine nationale Strategie für die Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten zu erarbeiten.

„Doch dieses Vorhaben setzt auf freiwillige Maßnahmen der Industrie, die vermutlich kaum Effekte bringen werden“, kritisierte Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE. „Zudem bemängeln wir eine zu lasche Zielsetzung beim Zuckergehalt, der in einem Zeitraum von fünf Jahren lediglich um zehn Prozent sinken soll“, so Danne.

Zudem plädieren DDG und diabetesDE dafür, gesunde Produkte wie Obst und Gemüse gleichzeitig steuerlich zu entlasten. „Es den Menschen leichter zu machen, gesund zu essen und zu trinken, heißt, gesundheitliche Chancengleichheit herzustellen“, sagte Danne. Eine gesunde Ernährung dürfe kein Statussymbol für Besserverdienende sein. „Wir brauchen die Entwicklung gesünderer Produkte für die Breite der Gesellschaft“, sagte Vorstandsvorsitzende. Die Lebensmittelwirtschaft könne hier einen entscheidenden Beitrag leisten, indem sie ihre Produktrezepturen verbessert. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

25. Februar 2020
Oxford – Ein vermehrter Verzehr von Obst und Gemüse, Ballaststoffen, Milch, Joghurt und Käse ging in einer großen europäischen Kohortenstudie mit einer verminderten Zahl von ischämischen
Ernährung beeinflusst Schlaganfallrisiko unterschiedlich
19. Februar 2020
Chicago – 3 Tassen Kakao am Tag haben in einer Phase-2-Studie in Circulation Research (2020; doi: 10.1161/CIRCRESAHA.119.315600) die 6-Minuten-Gehstrecke von Patienten mit peripherer arterieller
Kakao verlängert Gehstrecke bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit
19. Februar 2020
Sydney – Sind Menschen satt, reduziert ein Teil des Hippocampus das Verlangen nach mehr Essen. Bei Junk Food wie Pommes, Pizza oder Burger scheint diese neuronale Appetitregulation allerdings nicht
Junk Food kann neuronale Appetitkontrolle schwinden lassen
19. Februar 2020
Leipzig – Kinder, die in der Schule in der Kantine essen und mangels Taschengeld seltener in Kiosken und Lebensmittelläden in Schulnähe einkaufen, sind tendenziell seltener adipös. Das berichten
Adipositas: Schüler, die in der Kantine essen, sind weniger betroffen
19. Februar 2020
London – Die britische Regierung will nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) der Freizügigkeit für europäische Arbeitskräfte ein Ende setzen und die Einwanderung von
Britische Regierung will Freizügigkeit für EU-Arbeitskräfte abschaffen
14. Februar 2020
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein neues Heft in der Reihe PraxisWissen zum Thema Ernährung veröffentlicht. Außerdem wurde das Heft zur Arznei­mittel­therapie­sicherheit
Neue Servicehefte für Ärzte zu Ernährung und Arzneimitteltherapie
13. Februar 2020
Santiago/Chile und Oxford – Die Gesetzgebung kann den Verkauf und Konsum von Süßgetränken beeinflussen. In Chile haben zuletzt Warnhinweise auf den Verpackungen sowie ein Werbe- und ein Verkaufsverbot
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER