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WHO-Global-Report zur Schuppenflechte empfiehlt Kieler-Versorgungs­konzept

Montag, 21. März 2016

Genf – Der Zugang zu einer geeigneten Behandlung ist für Psoriasis-Patienten weltweit noch immer unzureichend. Auch in Deutschland besteht Nachholbedarf. Das zeigt der erstmals erschienene sogenannte Global Report der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Schuppenflechte.

Ulrich Mrowietz, Leiter des Psoriasis-Zentrums an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ist einer der vier internationalen Experten, die an dem Bericht mitgearbeitet haben. Sein Ziel ist, die Aufmerksamkeit für die chronische Krankheit Psoriasis zu verbessern, an der in Deutschland zwei von 100 Menschen leiden.

Die Autoren betonten den stigmatisierenden Charakter der Krankheit. Besondern die Sichtbarkeit der entzündeten Haut belaste Betroffene, ihre Partner und Familien stark, heißt es in dem Bericht.

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Der Report der WHO hat das von Mrowietz und seinen Mitarbeitern in Kiel erarbeitete Management-Konzept für Psoriasis übernommen. „Wir sind sehr stolz darauf, dass die verantwortlichen Experten bei der WHO in Genf unser Konzept so überzeugend fanden, dass es als Empfehlung in den Report eingegangen ist. Auch unsere Sicht der Schuppenflechte als eine komplexe Erkrankung des ganzen Menschen und nicht nur der Haut wurde übernommen“, sagte der UKSH-Experte.

Die WHO empfiehlt, das Management-Konzept bei der Behandlung an die jeweiligen Verhältnisse in den einzelnen Ländern anzupassen. „Auch wenn nicht alle Empfeh­lungen in den Bericht eingegangen sind, stellt dieser erste Global Report on Psoriasis einen Meilenstein in der Versorgung von Menschen mit Schuppenflechte auf der ganzen Welt dar“, bewertet Mrowietz den Bericht. Nun sei die Politik gefragt, die im Report empfohlenen Maßnahmen zur verbesserten Versorgung der an Schuppenflechte erkrankten Menschen umzusetzen.

© hil/aerzteblatt.de

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