Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Psoriasis-Arthritis bei frühzeitiger Therapie beherrschbar

Mittwoch, 23. März 2016

Wiesbaden/Mannheim – Ärzte können die Gelenkschmerzen bei Psoriasis-Arthritis mit Medikamenten und engmaschigen Kontrolluntersuchungen nahezu vollständig unter Kontrolle bringen und damit den Patienten ein schmerzfreies Leben ermöglichen – wenn Arzt und Patient die Krankheit rechtzeitig bemerken. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hin.

Bis zu zehn Prozent aller Menschen mit Schuppenflechte entwickeln schmerzhafte Schwellungen an einem oder mehreren Gelenken. Die Psoriasis-Arthritis äußert sich beispielsweise in Gelenk-, Sehnenscheiden-, Knochen- und Wirbelsäulenentzündungen. „Das Gelenk wird, wie bei der rheumatoiden Arthritis, ohne Behandlung langfristig zerstört“, erläutert die DGIM-Expertin Elisabeth Märker- Hermann.

Dennoch bleibe die Krankheit häufig unerkannt. „Wir haben gelernt, dass Ärzte – vor allem Dermatologen und Rheumatologen – und Patienten bei einer Schuppenflechte immer auch rheumatische Gelenkentzündungen in Betracht ziehen müssen, um rechtzeitig reagieren zu können“, so Märker-Hermann. Damit könne den Patienten eine Doppelbelastung durch Haut- und Gelenkbeschwerden erspart bleiben. Die eingesetzten Medikamente wirkten sich zudem positiv auf die rheumatischen Beschwerden und auf die Schuppenflechte aus.

Wegen der Wirkung auf das Immunsystem und möglicher Nebenwirkungen müssen die Patienten sehr sorgfältig aufgeklärt werden: „Die Therapie darf aufgrund möglicher Nebenwirkungen nur unter engmaschiger Betreuung durchgeführt werden“, erläutert Gerd Hasenfuß, Vorsitzender der DGIM aus Göttingen. Werde die Therapie frühzeitig begonnen, könnten viele Patienten ein schmerzfreies Leben führen.

© hil/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

24.05.17
Silver Spring/Maryland – Der monoklonale Antikörper Tocilizumab, der den Rezeptor von Interleukin 6 (IL-6) blockiert, einem bei rheumatischen Entzündungen vermehrt produzierten Zytokin, hat in einer......
24.05.17
Berlin – Die ersten Anzeichen des Sjögren-Syndroms erkennen die meisten Patienten und Ärzte nicht. Denn die rheumatisch entzündliche Erkrankung äußert sich vielfältig, sodass Patienten verschiedene......
03.05.17
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) kritisiert eine Entscheidung des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) vom 20. April zu dem Wirkstoff Methotrexat und dessen Zuordnung in......
26.04.17
Berlin – Zu wenig Lehre während des Studiums im Fach Rheumatologie ist eine Ursache für Unter- oder Fehlversorgung von Patienten mit der immunologischen Erkrankung. Diese Auffassung vertritt die......
24.04.17
Psoriasis: IL-23 Antikörper Risankizumab mit überlegener Wirkung
Waterloo – Kleine Unterschiede können bei monoklonalen Antikörpern große Auswirkungen auf den Therapieerfolg haben. Der spezifische Inhibitor von Interleukin 23, Risankizumab, hat in einer Phase......
10.04.17
Berlin – In Deutschland arbeiten deutlich zu wenige Rheumatologen, um die Bevölkerung ausreichend gut zu versorgen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) müssten es sogar doppelt so......
05.04.17
Gicht: Aktuelle Therapieempfehlungen werden nicht konsequent angewandt
Bonn - In den letzten beiden Jahren haben rheumatologische und allgemeinmedizinische Fachgesellschaften Leitlinien zur Therapie von Gichtpatienten aktualisiert. Dennoch entspricht die Versorgung in......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige