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Ärzteschaft

Strukturwandel bei der Ärzteschaft in Sachsen

Donnerstag, 24. März 2016

Dresden – Auf den Strukturwandel bei der Ärzteschaft in Sachsen hat die Kammer des Bundeslandes hingewiesen. Laut ihrer Statistik waren Ende 2015 16.930 Ärzte in Sachsen tätig – ein Plus von 297 gegenüber dem Vorjahr – davon 9.373 im stationären (plus 227) und 6.667 im ambulanten Bereich (plus 79).

Laut der Kammer gab es 2007 noch 5.759 Ärzte mit eigener Praxis. Diese Zahl sank bis Ende 2015 um 384 auf 5.375 niedergelassene Ärzte. Dagegen stieg die Zahl der in Niederlassung angestellten Ärzte im Vergleich zu 2014 um 146 auf 1.292 Ärzte an.

„Dies zeigt, dass immer weniger Ärzte eine eigene Praxis übernehmen, sondern lieber als Angestellte zum Beispiel in Teilzeit in einer Praxis arbeiten“, sagte der Präsident der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, Erik Bodendieck.

2.421 (plus 254) ausländische Ärzte aus 92 Nationen sind derzeit bei der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer gemeldet. Davon sind 2.183 berufstätig. Ihr Anteil ist damit in Bezug auf die Gesamtzahl der berufstätigen Mediziner von 11,9 auf 12,1 Prozent gestiegen. Die Anzahl der syrischen Ärzte hat sich in den letzten zwei Jahren von 52 auf 169 verdreifacht. Die meisten ausländischen Ärzte stammen aus der Tschechischen Republik (370), der Slowakei (271), aus Polen (218), Rumänien (184), der Russischen Förderation (133), Bulgarien (109) und Ungarn (101). Aus Österreich, mit dem es einen Freundschaftsvertrag mit dem Freistaat Sachsen gibt, kommen 78 Ärzte.

Bodendieck betonte, dass die ausländischen Ärzte vor allem in den ländlichen Regionen maßgeblich dazu beitragen, dass Patienten gut versorgt werden. „Einige Kliniken könnten den Betrieb mancher Stationen ohne die internationalen Ärzte nicht aufrecht­erhalten, weil sie in Deutschland keine Mediziner finden“, sagte der Kammerpräsident. Das von der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer initiierte Netzwerk ‚Ärzte für Sachsen' müsse sich daher weiterhin mit gezielten Maßnahmen dafür einsetzen, Nachwuchs für den ambulanten Bereich zu gewinnen. © hil/aerzteblatt.de

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