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Politik

HSH Nordbank will Krankenhäuser stärker finanzieren

Donnerstag, 24. März 2016

Hamburg/Kiel –  Die HSH Nordbank will ihr Kreditgeschäft im Gesundheitsbereich ausweiten. Im Krankenhaussektor gebe es einen großen Investitionsstau, betonten Vertreter der Bank am Donnerstag in Kiel. Bisher betrage das Kreditvolumen 1,3 Milliarden Euro, das seien

13 Prozent der Kredite im Firmenkundengeschäft der Landesbank. Bundesweit sei ein jährliches Neugeschäft der Bank mit Krankenhauskrediten von etwa 300 bis 400 Millionen Euro realistisch. Allein in Schleswig-Holstein könnten 50 bis 100 Millionen Euro Kredite vergeben werden. Bei normaler Bonität sei ein Zinssatz von etwa zwei Prozent mit zehnjähriger Zinsbindung möglich.   

Gerade für Kommunen mit eigenen Krankenhäusern könne dies eine Möglichkeit sein, ihren oft nur schwer aufbringbaren Eigenanteil für Investitionen der Krankenhäuser zu finanzieren, hieß es. Das Gesundheitswesen sei für die HSH Nordbank ein seit langem bewährter Geschäftsbereich. Bei Krankenhauskrediten habe es kaum Wertberichtigungen und bisher keine Kreditausfälle gegeben.

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In den kommunalen Krankenhäusern ist der Investitionsstau nach einer Studie von HSH Nordbank Research überdurchschnittlich hoch. Ein Indikator für die Modernität eines Krankenhauses sei das Verhältnis von Buchwert zu Anschaffungskosten der technischen Ausstattung – je kleiner der Wert desto älter die Technik. Bei den Kunden der Bank aus dem privaten Sektor liege dieser bei 43 bis 58 Prozent. Dagegen seien es bei kommunalen Trägern nur 12 bis 37 Prozent.

In Schleswig-Holstein beträgt der Investitionsstau der Krankenhäuser rund 554 Millionen Euro. Im Norden gibt es nach Angaben des Verbandes der Ersatzkassen 73 Krankenhäuser, die an 96 Standorten vertreten sind - von diesen 73 sind 14 in kommunaler Trägerschaft, 28 freigemeinnützig und 31 privat.

Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) hatte im Februar im Landtag angekündigt, das Land werde den Krankenhäusern einen zweistelligen Millionenbetrag zur Sanierung 2016/2017 zur Verfügung stellen. Dies werde Teil eines Nachtragshaushaltes, den der Landtag im April verabschieden solle. Das Infrastrukturprogramm „Impuls 2030“ sieht in einer ersten Phase von 2018 bis 2020 Landeshilfen von 75 Millionen Euro für die Krankenhäuser vor - pro Jahr also 25 Millionen Euro. Aufgeschlossen zeigte sich Heinold im Parlament für die CDU-Forderung, das Land solle den 50-Prozent-Anteil der Kommunen vorfinanzieren. © dpa/aerzteblatt.de

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