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Ausland

Belgischer Politiker kritisiert Sterbehilfegesetz

Montag, 4. April 2016

Brüssel – Der ehemalige belgische Außenminister Steven Vanackere hat eine öffentliche Debatte über Sterbehilfe gefordert. Das Gesetz zur aktiven Sterbehilfe in Belgien sei "fehlerhaft", sagte Vanackere dem Pressedienst CathoBel am Montag in einem Interview. Vor einer Debatte im Parlament sei allerdings eine öffentliche Debatte unter den Belgiern nötig.

Vanackere forderte zudem eine Evaluierung des Gesetzes. Im Falle psychischer Leiden reiche der Zeitraum von einem Monat nicht aus, um festzustellen, ob aktive Sterbehilfe zulässig sei. Er kritisierte zudem, dass die Kontrolle der Sterbehilfe auf Basis von Dokumenten stattfinde, die von den Ärzten selbst ausgestellt würden. „Wenn niemand innerhalb von 13 Jahren klagt, ist es eindeutig, dass die Kontrollen fehlerhaft sind”, so Vanackere.

In Belgien ist aktive Sterbehilfe unter bestimmten Umständen kein Straftatbestand. Die Nachfrage nach Sterbehilfe steigt stetig. Seit Februar 2014 gibt Belgien zudem als erstes Land weltweit für aktive Sterbehilfe keine Altersgrenze mehr vor. Auch unheilbar kranke Kinder können unter bestimmten Umständen aktive Sterbehilfe erhalten. © kna/aerzteblatt.de

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