Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Belgischer Politiker kritisiert Sterbehilfegesetz

Montag, 4. April 2016

Brüssel – Der ehemalige belgische Außenminister Steven Vanackere hat eine öffentliche Debatte über Sterbehilfe gefordert. Das Gesetz zur aktiven Sterbehilfe in Belgien sei "fehlerhaft", sagte Vanackere dem Pressedienst CathoBel am Montag in einem Interview. Vor einer Debatte im Parlament sei allerdings eine öffentliche Debatte unter den Belgiern nötig.

Vanackere forderte zudem eine Evaluierung des Gesetzes. Im Falle psychischer Leiden reiche der Zeitraum von einem Monat nicht aus, um festzustellen, ob aktive Sterbehilfe zulässig sei. Er kritisierte zudem, dass die Kontrolle der Sterbehilfe auf Basis von Dokumenten stattfinde, die von den Ärzten selbst ausgestellt würden. „Wenn niemand innerhalb von 13 Jahren klagt, ist es eindeutig, dass die Kontrollen fehlerhaft sind”, so Vanackere.

In Belgien ist aktive Sterbehilfe unter bestimmten Umständen kein Straftatbestand. Die Nachfrage nach Sterbehilfe steigt stetig. Seit Februar 2014 gibt Belgien zudem als erstes Land weltweit für aktive Sterbehilfe keine Altersgrenze mehr vor. Auch unheilbar kranke Kinder können unter bestimmten Umständen aktive Sterbehilfe erhalten. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21.07.17
Paris – Das medizinische Team des französischen Komapatienten Vincent Lambert muss erneut einen Behandlungsstopp prüfen. Das hat das oberste Verwaltungsgericht in Frankreich entschieden, wie......
14.07.17
London – Ein US-amerikanischer Arzt hat dem schwerkranken britischen Baby Charlie eine zehnprozentige Chance auf Heilung durch eine experimentelle Behandlung eingeräumt. Das berichteten SkyNews und......
28.06.17
Straßburg – Ein britisches Elternpaar hat den Kampf um lebenserhaltende Maßnahmen für ihr unheilbar krankes Baby verloren: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) urteilte gestern......
21.06.17
Weltärztebund diskutiert im Vatikan Fragen zum Lebensende
Berlin – Eine Konferenz zu Fragen am Lebensende veranstaltet die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) gemeinsam mit dem Weltärztebund und der pontifikalen Akademie „pro Vita“ des Vatikan vom 16. bis 17. November......
09.06.17
Straßburg – Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Behandlungsabbruch eines todkranken Babys in Großbritannien befristet gestoppt. Bis Dienstagmitternacht müssen die Ärzte nun......
01.06.17
Ethikrat warnt vor staatlicher Hilfe beim Suizid
Berlin – Der Staat sollte nach Auffassung des Deutschen Ethikrats nicht verpflichtet werden, Menschen beim Suizid zu helfen. Mit seiner heute in Berlin veröffentlichten Stellungnahme widersprach die......
29.05.17
Brüssel – Ab Juli können Schwangere in Belgien für maximal 8,68 Euro ihr ungeborenes Baby auf das Down-Syndrom testen lassen. Ge­sund­heits­mi­nis­terin Maggie De Block stelle für die Bezuschussung des......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige