NewsHochschulenOP-Roboter bewähren sich in Dresden bei Bauchspeicheldrüsen­krebs
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

OP-Roboter bewähren sich in Dresden bei Bauchspeicheldrüsen­krebs

Donnerstag, 7. April 2016

Dresden – Die Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden setzt bei der Entfernung von Tumoren der Bauchspeichel­drüse erfolgreich einen Operationsroboter ein. Die als äußerst anspruchsvoll geltende sogenannte Whipple-Operation wird an der Klinik mit Hilfe des Roboters minimalinvasiv durchgeführt, so dass die Rekonvaleszenzzeit im Vergleich zu einer offenen OP deutlich kürzer ist. Anders als bei der herkömmlichen minimalinvasiven Chirurgie lässt sich mit dem Operationsroboter der Bewegungsimpuls des Chirurgen auf die tatsächliche Bewegung des Operations­instruments individuell untersetzen – eine Handbewegung von fünf Zenti­­metern entspricht dann beispielsweise einem Schnitt von zehn Millimetern.

Weitere Vorteile bietet die Darstellung des Operationsgebiets in hochauflösendem 3D. „Wir müssen den Bauchspeicheldrüsengang, der einen Durchmesser von manchmal nur ein bis zwei Millimetern aufweist, mit dem Dünndarm vernähen. Parallel verschließen wir auch das Gewebe der Drüse. Insgesamt sind dazu meist etwa 14 Nähte notwendig, die eine absolut dichte Verbindung sicherstellen müssen“, erklärt Klinikdirektor Jürgen Weitz. Mit der konventionellen minimalinvasiven Chirurgie sei ein solcher Eingriff nur schwer durchführbar.

Anzeige

Zudem sei eine schnelle Erholung nach der Operation für den Therapieverlauf entscheidend, da eine an die Operation anschließende Chemotherapie einen stabilen Allgemeinzustand erfordere, erläutert Weitz. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. September 2020
Göttingen – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Klinische Forschungsgruppe (KFO) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) für vier Jahre mit rund 5,9 Millionen Euro. Ziel der
Millionenförderung für Göttinger Wissenschaftler zur Erforschung des Pankreaskarzinoms
11. September 2020
Berlin – Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung innovativer Medizintechnik tätigt das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die aktuelle
Forschungsministerium will innovative Medizinprodukte fördern
3. September 2020
Erlangen – Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat sich am Kapitalmarkt knapp drei Milliarden Euro für die Varian-Übernahme besorgt. Die im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegebenen neuen
Siemens Healthineers sammelt Milliarden für Übernahme ein
31. August 2020
Amsterdam – Eine Teilstornierung eines Großauftrags der USA für Beatmungsgeräte verschlechtert die Gewinnaussichten des Medizintechnikkonzerns Philips für dieses Jahr. Von den im April durch die
Philips senkt Gewinnausblick
18. August 2020
Stockholm – Der häufige Einsatz von Antibiotika, insbesondere solchen mit einem breiten Wirkungsspektrum, erhöht nach den Ergebnissen einer bevölkerungsbasierten Fall-Kontrollstudie in
Studie: Antibiotikaeinsatz könnte entzündliche Darm­er­krank­ungen auslösen
13. August 2020
Lübeck – Die Coronapandemie hat dem Medizintechnikhersteller Drägerwerk im erste Halbjahr ein deutliches Umsatzwachstum beschert. Grund sei die hohe Nachfrage nach Beatmungsgeräten und Schutzmasken
Pandemie lässt Umsätze von Dräger wachsen
10. August 2020
Dresden – Wissenschaftlern der Technischen Universität (TU) Dresden und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) ist es gelungen, die Funktionsweise von Neuronen mit Halbleitermaterialien
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER