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Zahl der Syphilisinfektionen angestiegen

Montag, 18. April 2016

Berlin – In Deutschland ist die Zahl der an Syphilis erkrankten Menschen in den vergan­genen Jahren deutlich gestiegen. 2014 wurden rund 5.700 Syphilis-Infektionen gemeldet. 2001 waren es noch rund 2.000 Fälle. Das geht aus einer sogenannten Unterrichtung der Bundesregierung an den Bundestag mit dem Titel „Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen“ hervor. Sie wurde dem Bundestag vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zugeleitet.

„Mit der HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie von 2005 hat die Bundesregierung erfolgreich die Grundlagen dafür gelegt, die HIV-Infektionen in Deutschland auf einem niedrigen Niveau zu halten. Gleichzeitig hat sie durch ihr hohes internationales Engagement dazu beigetragen, die HIV-Neuinfektionen weltweit zu senken“, loben die Autoren in der Unterrichtung.

Andere sexuell übertragbare Infektionen waren schon Bestandteil der bisherigen HIV/AIDS-Strategie. Dennoch sei es bislang nicht gelungen, in der Öffentlichkeit für diese Infektionen das gleiche Bewusstsein zu schaffen. Anders als bei HIV seien die Neuinfektionszahlen von sexuell übertragbaren Infektionen wie Syphilis in den letzten Jahren in Deutschland und in europäischen Nachbarländern daher stark gestiegen. Weitere Infektionskrankheiten durch Chlamydien oder humane Papillomviren (HPV) seien unter jungen Frauen und Männern weit verbreitet.

Diese Erkrankungen seien oft gut behandelbar – auch die Syphilis – aber mit Scham und Stigma verbunden. Nur wenn es gelinge, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, das dem entgegenwirke, sei es möglich, die Ausbreitung zu stoppen, heißt es in der Unterrichtung weiter. © hil/aerzteblatt.de

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