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Politik

AOK erreicht mit Präventionsmaßnahmen drei Millionen Versicherte

Dienstag, 19. April 2016

Berlin – Die AOK investierte im Jahr 2014 durchschnittlich fünf Euro pro Versicherten in Präventionsangebote. Diese erreichten rund drei Millionen Menschen in Deutschland. „Das ist gut für die Versicherten, weil es ihnen besser geht, und es ist gut für die Krankenkassen, weil sich das Finanzergebnis verbessert. Denn gesunde Versicherte verursachen noch immer die wenigsten Ausgaben“, sagte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes bei der Vorstellung des AOK-Präventionsberichtes heute in Berlin.

„Es reicht allerdings nicht aus, einfach nur Geld in die Hand zu nehmen. Wir müssen wissen, ob die Maßnahmen auch langfristig ihre Ziele erreichen“, betonte Litsch. 2014 wurden deshalb etwa 66 Prozent der AOK-Projekte in nicht-betrieblichen Settings sowie rund 82 Prozent der Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements evaluiert.

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Das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz hat einen Rahmen für die Prävention und Gesund­heits­förder­ung abgesteckt. Ein Schwerpunkt wird nach dem Willen des Gesetz­gebers die Gesund­heits­förder­ung in nicht betrieblichen Lebenswelten, wie Kindertagesstätten und Schulen, sein. Aber auch die betriebliche Gesund­heits­förder­ung (BGF) soll intensiviert und ausgebaut werden, insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Im Jahr 2014 erreichten die gesetzlichen Krankenkassen mit ihren Maßnahmen zur Gesund­heits­förder­ung und Primärprävention laut dem Bericht rund 5,1 Millionen Menschen direkt. Dafür wendeten sie insgesamt 293 Millionen Euro auf. Pro Versicherten entspricht dies einem Betrag von 4,16 Euro.

Das Präventionsgesetz sieht vor, dass die Ausgaben für Prävention und Gesundheits­förderung ab dem 1. Januar 2016 in der gesamten GKV auf sieben Euro pro Versicherten steigen sollen. „Im nächsten Schritt muss nun erarbeitet werden, für welche Projekte das zusätzliche Budget verwendet werden soll. Denn mehr finanzielle Mittel führen nicht direkt und zwangsläufig zu einer besseren Gesundheit der Bevölkerung“, heißt es in dem Bericht. © hil/aerzteblatt.de

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