Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

DAK startet bundesweiten IV-Vertrag für psychisch Kranke

Dienstag, 19. April 2016

Hamburg – Die DAK-Gesundheit bietet für psychisch Kranke einen neuen bundesweiten Vertrag zur Integrierten Versorgung (IV) an: Veovita. Menschen mit Depressionen und Angststörungen sollen dabei ohne lange Wartezeiten therapeutische Hilfe erhalten. Ziel sei es, die Patienten schnell zu stabilisieren und so Krankenhauseinweisungen und lange Fehlzeiten zu vermeiden. Die Anzahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen habe sich in den vergangenen 18 Jahren mehr als verdreifacht, betont die Krankenkasse mit Verweis auf ihren aktuellen Gesundheitsreport.

„Veovita hat den großen Vorteil, dass Betroffene nahezu ohne Wartezeiten behandelt werden“, sagt DAK-Vorstand Thomas Bodmer. Innerhalb von maximal drei Wochen soll die Therapie starten; vorgeschaltet ist ein Diagnosegespräch  zunächst bei einem „Veovita-Berater“, der nach Angaben der DAK über eine psychologische Ausbildung verfügt. Danach wird der DAK-Versicherte von ortsansässigen Psychotherapeuten, Fachärzten oder Kliniken betreut, nach einem verhaltenstherapeutischen Ansatz. Dabei können auch Online-Angebote wie Deprexis eingesetzt werden, die Patienten über die Therapie hinaus bei der Bewältigung des Alltags unterstützen sollen.

 Das Konzept soll deutlich flexibler sein als die Psychotherapie in der Regelversorgung, wirbt die Krankenkasse. In Nord- und Ostdeutschland gibt es Veovita bereits seit einem Jahr. Die DAK verweist auf den Erfolg dort, weshalb sie das Angebot ab Mai  auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten will. Einzig Baden-Württemberg ist ausgenommen, da hier bereits ein ähnlicher Facharztvertrag besteht. © pb/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

27.06.17
Internet­psychotherapie sollte Regelversorgung werden
Berlin – Internetprogramme zur Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen erfordern mindestens die gleiche Sorgfalt wie Behandlungen im unmittelbaren Gegenüber in einer Praxis oder einem......
23.06.17
Berlin – Der Bundestag hat die Bundesregierung aufgefordert, für eine bessere Versorgung von Kindern psychisch kranker Eltern zu sorgen. Das Parlament verabschiedete gestern einstimmig eine......
22.06.17
Psychotherapeuten fordern flexiblere Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher
Berlin – Mehr Daten zur Versorgungssituation psychisch kranker Kinder und Jugendlicher fordert die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) anlässlich des Symposiums „Psychotherapie in der......
21.06.17
Psychotherapie: Honorar für Sprechstunde und Akutbehandlung nachgebessert
Berlin – Psychotherapeutische Sprechstunden und Akutbehandlung werden nachträglich höher bewertet. Sie werden künftig genauso vergütet wie die Gebührenordnungspositionen der......
21.06.17
Stuttgart – Mehr als 93 Prozent der Baden-Württemberger halten die bestehende Verpflichtung der Krankenkassen zu einer hausarztzentrierten Versorgung (HZV) für sinnvoll. Das ergab eine repräsentative......
09.06.17
Berlin – Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten dürfen künftig Krankenhausbehandlungen und Krankenbeförderungen verordnen. Damit erhalten sie mehr......
09.06.17
Traumazentrum im Irak stark frequentiert
Stuttgart/Dohuk – Das vom Land Baden-Württemberg finanzierte Traumazentrum im nordirakischen Dohuk ist gut drei Monate nach seiner Inbetriebnahme sehr gefragt. Es gebe Anfragen für Kooperationen......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige