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Medizin

Positive Zukunftserwartungen fördern die Merkfähigkeit

Freitag, 22. April 2016

Berlin – Menschen, die erwarten, dass sie noch viele Jahre offen für Neues sein werden, können sich neue Informationen besser einprägen als Menschen ohne diese Erwartung. Das geht aus der Berliner Altersstudie BASE-II hervor, in der untersucht wird, von welchen Faktoren die Gesundheit im Alter beeinflusst wird. Seit 2009 haben Wissen­schaftler die Daten von mehr als mehr als 1.600 ältere und 600 jüngere Menschen untersucht. Die Ergebnisse sind jetzt in einem Sonderheft der Fachzeit­schrift ­Gerontology (Doi:10.1159/000441493)erschienen.

„Den positiven Zusammenhang zwischen den Erwartungen an seine eigene Zukunft und der Merkfähigkeit finden wir sehr spannend“, sagt Ulman Lindenberger, Direktor des Forschungsbereichs „Entwicklungspsychologie“ am Max-Planck-Institut für Bildungs­forschung (MPIB) und Leiter des psychologischen Teils von BASE-II. Es seien verschiedene Ursachen für diesen Zusammenhang denkbar, denen man in Folgeuntersuchungen nachgehen werde.

Die Ergebnisse haben die Wissenschaftler vom Berliner Max Planck Institut mit Hilfe eines neuen Fragebogens zum subjektiven Gesundheitshorizont bei mehr als 1.300 Menschen im Alter von durchschnittlich 70 Jahren ermittelt. Der sogenannte „Subjective Health Horizon Questionnaire“, kurz SHH-Q wurde 2011 entwickelt und innerhalb der BASE-II Studie validiert.

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„In der aktuellen Studie haben wir erstmalig gezeigt, dass es unterschiedliche Facetten von Zukunftsperspektiven für vier Lebensstil-Dimensionen gibt, die selektiv mit kogni­tiven und physiologischen Markern zusammenhängen“, erklärt Erstautorin Sandra Düzel vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Es handle sich dabei um Offenheit für Neues, körperliche Fitness, Arbeitsziele und Lebensziele.

Der SHH-Q könne als ergänzendes Instrument eingesetzt werden, um Zusammenhänge zwischen individuellen Zukunftsperspektiven und körperlicher Gesundheit, Kognition, Hirnstruktur, Motivation und Affekt zu erforschen. Zudem könne der SHH-Q dazu beitragen, individuelle Wegbereiter, Wirkmechanismen aber auch Konsequenzen eines aktiven Lebensstils zu identifizieren. „Wir planen, den SHH-Q in Interventionsstudien einzusetzen aber auch bei Menschen, die über subjektive kognitive Einbußen berichten oder ein erhöhtes Risiko für eine Alzheimererkrankung haben,“ so Düzel. © gie/aerzteblatt.de

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