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Ärzteschaft

Bayerns Hausärzte fördern den Nachwuchs

Montag, 25. April 2016

Nürnberg – Mit verschiedenen Strategien will der Bayerische Hausärzteverband mehr Nachwuchs für Niederlassungen besonders auf dem Lande gewinnen. Der Verband unterstützt deshalb besonders die Neuordnung des Bereitschaftsdienstes durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns. Die hohe Dienstbelastung ist gerade für junge Mediziner ein starkes Hindernis, sich in eigener Praxis niederzulassen.

Deshalb hat sich der Verband gemeinsam mit der KVB daran gemacht, die Dienst­frequenz für die einzelnen Ärzte durch Zusammenlegung mehrerer Dienstgruppen zu reduzieren. In einer weiteren Reformstufe ist jetzt die Eröffnung von Portalpraxen an Krankenhäusern geplant, hieß es auf dem Bayerischen Hausärztetag Ende April 2016 in Nürnberg.

Angepeilt wird auch eine Trennung von Fahr- und Sitzdienst mit einer deutlichen Anhebung der Honorierung im Sitzdienst und bei langen Wegen. Auf Bundesebene will sich der BHÄV dafür stark machen, die Bewertung der Bereitschaftsdienstleistungen im einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) zu aktualisieren und den neuen gesetzlichen Vorgaben anzupassen.

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Die von der Ärzteschaft nicht beeinflussbare Zunahme der Bereitschaftsdienstfälle sollte extrabudgetär honoriert werden. Der BHÄV-Vorsitzende Dieter Geis plädierte in Nürnberg dafür, konkrete finanzielle Anreize zu setzen, einen Teil des Praktischen Jahres in der Hausarztpraxis zu absolvieren, und die Ausbilder für den zusätzlichen Aufwand in den Praxen zu entschädigen.

Die „Stiftung Bayerischer Hausärzteverband“ unterstützt die Lehrpraxen, die PJ-Studenten aufnehmen, mit insgesamt 80.000 Euro. Das Famulaturförderprojekt, mit dem im vergangenen Jahr Studierenden, die sich zur Famulatur eine Landarztpraxis auswählten, Unterbringungs- und Reisekosten bis zu 500 Euro erstattet wurden, wird in diesem Jahr fortgesetzt.

Die bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml ermunterte den Verband, dafür zu sorgen, dass die Studierenden auch die positiven Seiten des Berufs kennenlernen. Sie meinte, dass auch eine Landarztquote durchaus möglich sei, wenn auch in bestimmten Grenzen. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe sollte sich darüber einmal Gedanken machen. Dann wäre es auch möglich, jemanden in eine bestimmte Gegend zu leiten, wo Hausärzte benötigt werden. © KS/aerzteblatt.de

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