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Ärzteschaft

Ärztekammer Hessen stellt Hospitations­datenbank für geflüchtete Ärzte vor

Montag, 25. April 2016

Frankfurt – Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen baut eine sogenannte Hospitations­datenbank auf, um zugewanderten und geflüchteten Ärzten den Berufseinstieg in Deutschland zu erleichtern. Praxen und stationäre Einrichtungen, die Hospitationsplätze anbieten wollen, können ihre Daten ab Anfang Mai bei den Bezirksärztekammern melden. Ab August 2016 sollen Hospitationssuchende dort Angebote erfragen können.

„Ziel dieser Initiative ist es, die Orientierung der ausländischen Kollegen im deutschen Gesundheitssystem zu verbessern“, erläuterte der Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer, Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Er betonte, die ein- bis maximal zweimonatigen unentgeltlichen Hospitationen böten lediglich einen Einblick in die Tätigkeit, sie seien keinesfalls eine sogenannte ausübende Arzttätigkeit. Die Anbieter von Hospitationen könnten aber die zugewanderten Ärzte näher kennenlernen und gegebenenfalls für eine spätere Mitarbeit in der Praxis oder Klinik interessieren.

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Die Kammer weist außerdem darauf hin, dass eine solche Hospitation die Anfor­derungen an die Sprachkenntnisse und fachliche Qualifikation für eine spätere Berufserlaubnis in Deutschland nicht berührt. „Die Anforderungen an die berufliche Qualifikation müssen hoch bleiben, damit weiterhin die Qualität der Patientenversorgung gewährleistet bleibt“, betonte von Knoblauch zu Hatzbach.

Wer als ausländischer Arzt in Hessen tätig werden will, kann nach dem Erwerb von Grundsprachkenntnissen auf dem sogenannten Niveau B2 einen Antrag auf Anerkennung der ausländischen Berufsabschlüsse beim Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) stellen. Ist die medizinische Ausbildung mit der deutschen inhaltlich gleichwertig, müssen außerdem ausreichende Fachsprachkenntnisse zur Erteilung der deutschen Approbation auf dem Niveau C1 nachgewiesen werden sowie ausreichende medizinische Fachkenntnisse, die die Lan­des­ärz­te­kam­mer in einer sogenannten Kenntnisstandprüfung überprüft.

Ärzte, die Interesse haben, die Integration ausländischer Ärzte als Hospitationsanbieter in Klinik und Praxis zu unterstützen, sollen Kontakt mit ihrer Bezirksärztekammer aufnehmen. © hil/aerzteblatt.de

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