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Gangroboter hilft gelähmten Patienten in Heidelberger Querschnittzentrum

Dienstag, 3. Mai 2016

Alle Bewegungen der Patientin werden aufgezeichnet und anschließend für das weitere Training fachärztlich beurteilt.  /UniversitätsKlinikum Heidelberg

Heidelberg – Ein Gangroboter der neuesten Generation löst im Querschnittzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg das alte Modell ab und soll die Therapie von Patienten mit einer inkompletten Rückenmarksverletzung besser unterstützen. „Der neue Lokomat kann deutlich mehr als der alte: Er simuliert besser den natürlichen Bewegungsablauf, lässt sich feiner an den Patienten anpassen und gibt detaillierte Rückmeldung über die Trainingsforschritte“, sagt Norbert Weidner, ärztlicher Direktor der Klinik für Paraplegiologie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Neu an dem rund 380.000 teuren Gerät ist auch der Videomonitor, auf dem die Patienten einen virtuellen Trainingsparcours absolvieren können – gesteuert mit den eigenen Beinen. Dabei ist der Patient über Manschetten mit Elektromotoren verbunden. Sensoren erfassen den Kraftaufwand der Beine. Was zum eigenständigen Gehen an Kraft noch fehlt, übernimmt der Roboter, bis ein flüssiges Gangbild entsteht. Die Unterstützung durch den Lokomat kann je nach Trainingsfortschritt individuell angepasst werden.

Der Gangroboter sei aber nur ein Baustein innerhalb der Therapie, der eingesetzt werde, sobald die Patienten wieder für längere Zeit sitzen können. Danach folgten Laufbandtraining mit Gewichtsentlastung und Gehen am Barren. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist, dass noch intakte Nervenverbindungen zu den Beinen bestehen. © hil/aerzteblatt.de

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