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Medizin

Telefon-Reanimation verbessert Überlebenschance nach Herzstillstand

Donnerstag, 5. Mai 2016

Phoenix - Eine spezielle Schulung von Dispatchern, die Anrufer gezielt zur kardiovaskulären Laienreanimation anleiten sollen, hat im US-Staat Arizona die Ergebnisse der Laienreanimation nach Herz-Kreislauf-Stillstand deutlich verbessert, wie aus einer prospektiven Studie in JAMA Cardiology (2016; doi: 10.1001/jamacardio.2016.0251) hervorgeht.

Die meisten Laien, die Zeuge eines Herzstillstands werden, sehen sich heute nicht in der Lage, eine Reanimation durchzuführen, obwohl die meisten einen Erste-Hilfe-Lehrgang besucht haben. Eine Leitstellen-geführte Reanimation, auch Telefon-Reanimation genannt, soll die Hilfsbereitschaft fördern. Die American Heart Association hat im Jahr 2012 erstmals eine Leitlinie zur telefonischen kardiopulmonalen Reanimation (TCPR) herausgegeben. Das Gesundheitsministerium in Arizona nahm dies zum Anlass, eine Fortbildung für die Dispatcher zu organisieren, die in den Leitstellen die Anrufe entgegennehmen. Die Effektivität dieser Maßnahme wurde im Rahmen der Share-Studie (Save Hearts in Arizona Registry and Education) untersucht.

Ein Team um Bentley Bobroh vom Arizona Department of Health Services hat dazu die Telefonaufzeichnungen von 2.334 Notrufen analysiert, die einen plötzlichen Herzstillstand betrafen, und mit den klinischen Daten der Patienten in Beziehung gesetzt. Die Forscher verglichen zwei Zeiträume vor und nach Implementierung der TCPR-Schulung.

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Ergebnis: Die Schulung hat den Anteil der Fälle, in denen eine TCPR durchgeführt wurde, von 44 auf 53 Prozent gesteigert. Dabei wurde die Zeit bis zur ersten Brustkompression durch den Laien von 256 auf 212 Sekunden gesenkt. Der Anteil der Patienten, die den Zwischenfall überlebten, stieg von 9 auf 12 Prozent. Der Anteil aller Betroffenen, die später die Klinik mit einem günstigen funktionellen Ergebnis verließen, erhöhte sich von 5,6 auf 8,3 Prozent.

Bobrow wertet die Ergebnisse als Erfolg für die TCPR, die mit einem relativ geringen finanziellen Aufwand eine große Wirkung erzielen könne. Laut Bobrow konnte zum ersten Mal gezeigt werden, dass die Empfehlungen der Leitlinie auch außerhalb von randomisierten Studien unter normalen Alltagsbedingungen die Überlebenschancen nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand verbessern. © rme/aerzteblatt.de

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