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Kompetenznetz gibt Entwarnung für gadoliniumhaltige MRT-Kontrastmittel

Donnerstag, 12. Mai 2016

/dpa

München/Hannover – Bislang sind gesundheitliche Schäden durch gadoliniumhaltige Kontrastmittel für Magnetresonanztomographie(MRT)-Untersuchungen nicht bekannt. Darauf hat das „Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose“ (KKMS) hingewiesen.

Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde hatte im vergangenen Jahr eine Meldung über mögliche Ablagerungen von gadoliniumhaltigen MRT-Kontrastmitteln in bestimmten Regionen des Gehirns veröffentlicht.

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„Die Diskussion im Hinblick auf mögliche Kontrastmittelablagerungen erscheint insbesondere bei Patienten mit MS wichtig, da bei keiner anderen neurologischen Erkrankung die MRT über einen Verlauf von Jahren oder gar Jahrzehnten eine so bedeutsame Rolle spielt“, hieß es aus dem Kompetenznetz.

Die bisher zu diesem Thema veröffentlichten Publikationen beschrieben zwar Ablagerungen beziehungsweise Signalveränderungen in speziellen Hirnarealen nach mehrmaligen Kontrastmittelgaben. Ein Krankheitsbild oder Symptome seien darauf aber bislang nicht zurückzuführen.

„Unter Beachtung möglicher Kontraindikationen ist die MRT eine sichere Untersuchung. Auch das in der MRT-Untersuchung eingesetzte gadoliniumhaltige Kontrastmittel ist, verglichen mit anderen in der radiologischen Diagnostik eingesetzten Kontrastmitteln, als äußerst sicher einzustufen“, betont das KKMS.

Die MRT-Untersuchung habe sich in den vergangenen Jahren als ein fester Bestandteil in der Diagnosestellung sowie zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs der MS etabliert. Das Kompetenznetz und die „Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft“ empfehlen, auch weiterhin Kontrastmittel einzusetzen. © hil/aerzteblatt.de

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