NewsHochschulenProtonen-Therapie in Dresden steht nun auch Ersatz­kassen-Patienten offen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Protonen-Therapie in Dresden steht nun auch Ersatz­kassen-Patienten offen

Mittwoch, 11. Mai 2016

Die UPTD ermöglicht eine schonende Behandlung von Tumoren in komplizierten Lagen. /UK Dresden

Dresden – Dank eines Vertrags des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden können nun auch Tumorpatienten, die bei Ersatzkassen versichert sind, an der Universitäts ProtonenTherapie Dresden (UPTD) behandelt werden. Beteiligt sind die Techniker Krankenkasse (TK), die Barmer GEK, die DAK-Gesundheit, die KKH Kaufmännische Krankenkasse sowie die Handelskrankenkasse (hkk).

Die neue Protonen-Therapie wird von verschiedenen wissenschaftlichen Studien beglei­tet. Aufgrund begrenzter Behandlungskapazitäten und der aufwändigen und langfristigen Dokumentation werden die Patienten sorgfältig und den Studien entsprechend ausge­wählt. Vor allem Menschen mit Tumoren der Schädelbasis, dem Hirn oder der Bauch­speichel­drüse sowie an Krebs erkrankte Kinder seien für die Behandlung prädestiniert. „Es ist in manchen Fällen sogar möglich, schwangere Krebspatientinnen, die eine Strahlentherapie benötigen, mit Protonen zu bestrahlen. Hierbei erfolgt immer eine individuelle Abwägung von Nutzen und Risiken“, erklärt die stellvertretende UPTD-Direktorin Mechthild Krause.

Anzeige

Derzeit erproben die Wissenschaftler im Vergleich zur herkömmlichen Photonen-Bestrahlung hohe Strahlendosen mit besonderem Augenmerk auf ihre Nebenwirkungen. Bei positivem Ergebnis sollen im Folgeschritt Patienten mit aggressiven Tumoren ebenfalls mit hoher Dosis bestrahlt werden.

Neben Dresden haben auch die Universitätskliniken Essen und Heidelberg mit den Ersatzkassen Vereinbarungen für die Protonentherapie getroffen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Mai 2019
London – Eine Ganzkörper-Magnetresonanztomografie (GK-MRT) kann das Staging von Krebspatienten vereinfachen. Sie führte bei Lungen- und Darmkrebspatienten in 2 Vergleichsstudien in Lancet Respiratory
Krebs: Ganzkörper-MRT im Staging schneller und kostengünstiger
25. März 2019
Leiden – 3 einfache klinische Kriterien und die Bestimmung des D-Dimer haben in einer prospektiven Studie aus den Niederlanden einem Drittel der Schwangeren eine unnötige CT-Untersuchung erspart. Im
Schwangerschaft: Algorithmus vermeidet unnötige CT-Untersuchungen bei Verdacht auf Lungenembolien
7. Februar 2019
Boston – Gewalt in Beziehungen ist vermutlich häufiger, als die meisten Radiologen ahnen. Die Verletzungen veranlassen dann meist radiologische Untersuchungen. Eine Studie in Radiology (2019; doi:
Woran Radiologen Opfer von Gewalt durch den Partner erkennen können
24. Januar 2019
Coventry/England – Eine Software, die mithilfe künstlicher Intelligenz im Röntgenthorax nach Auffälligkeiten sucht, könnte Radiologen in Zukunft bei einer zeitraubenden Routineaufgabe entlasten. In
Künstliche Intelligenz kann Röntgenthorax beschleunigen
21. Dezember 2018
Berlin – Radiologen und Strahlentherapeuten erhalten ab Januar 2019 einen Zuschlag, wenn sie an Samstagen zwischen sieben und 14 Uhr Patienten behandeln. Das hat der Bewertungsausschuss beschlossen,
Samstagszuschlag auch für Radiologen und Strahlentherapeuten
23. November 2018
Davis/Kalifornien – US-Forscher haben zusammen mit einer chinesischen Firma einen PET/CT-Scanner entwickelt, der erstmals 3-D-Videos des gesamten menschlichen Körpers ermöglicht. Das Gerät soll dieser
PET/CT-Scanner liefert erstmals 3-D-Filme des gesamten Körpers
16. November 2018
London – Die Magnetresonanzspektroskopie, mit der die Konzentration bestimmter Metabolite im Thalamus bestimmt werden kann, hat in einer Kohortenstudie in Lancet Neurology (2018; doi:
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER