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Gesundheit steht bei öffentlichen Forschungsausgaben an der Spitze

Donnerstag, 12. Mai 2016

Berlin – Gesundheitsthemen stehen bei der öffentlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland deutlich an der Spitze der Ausgaben. Das geht aus dem neuen Bundesbericht Forschung und Innovation 2016 hervor. Danach hat der Bund im Jahr 2014 fast zwei Milliarden Euro in den Bereich Gesundheit investiert, genau sind es 1,956 Milliarden Euro. Im Jahr 2016 sollen es 2,228 Milliarden Euro sein.

„In kaum einem anderen Forschungsbereich profitieren Bürger so unmittelbar von neuen Erkenntnissen und Innovationen wie in der Gesundheitsforschung“, argumentiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in dem Bericht. Wichtig sei, dass Forschungsergebnisse schnell bei den Menschen ankämen. Das sogenannte „Rahmen­programm Gesundheitsforschung“ benenne sechs Aktionsfelder, die die maßgebliche Grundlage für die Förderung der Gesundheitsforschung bildeten. Hierzu zählen die Erforschung von Volkskrankheiten, die Weiterentwicklung der individua­lisierten Medizin, Fortschritte in der Präventions- und Ernährungsforschung, die Versorgungsforschung, die Förderung der Gesundheitswirtschaft und die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

Laut dem Bericht ist die Forschungsförderung in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren eine Erfolgsgeschichte – nicht nur bei den Themen Medizin und Gesundheit. In Deutschland seien erstmals mehr als 600.000 Menschen in FuE tätig. Allein zwischen 2005 und 2014 habe die Zahl neuer Arbeitsplätze in diesem Bereich um fast ein Drittel zugenommen. Möglich sei dies, weil Staat und Wirtschaft ihre Ausgaben für FuE in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert hätten. 2014 erreichten sie den Rekordwert von fast 84 Milliarden Euro. Gut zwei Drittel davon investierte die Wirtschaft, das entspricht rund 57 Milliarden Euro.

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Die Bundesausgaben für FuE beliefen sich im Jahr 2014 laut dem Bericht auf 14,2 Milliarden Euro. 2005 waren es 9 Milliarden Euro. 30 Prozent aller FuE-Ausgaben in der Europäischen Union tätige Deutschland. Fünf der zehn innovativsten Unternehmen Europas kämen aus Deutschland. Ein Grund zum Ausruhen sei dies aber nicht: „Um unseren Hightech-Standort auch künftig an der Weltspitze zu halten, muss die Dynamik der vergangenen Jahre unbedingt aufrechterhalten werden“, sagte Bundesforschungs­ministerin Johanna Wanka (CDU) bei der Vorstellung des Berichtes.

Deutschland hat im Jahr 2014 2,84 Prozent seines Bruttoinlandproduktes in FuE investiert. Zum Vergleich: In Finnland waren es 3,17, in Schweden 3,16, in Japan 3,58 und in den USA im Jahr 2013 2,74. Frankreich, Großbritannien und Italien investierten deutlich weniger in FuE. © hil/aerzteblatt.de

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