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Vermischtes

Nachfrage nach menschlichen Herzklappen und Gefäßen steigt

Dienstag, 17. Mai 2016

Bad Oeynhausen – Die Herz- und Gefäßgewebebank des Herz- und Diabeteszentrums NRW (HDZ NRW) der Universitätsklinik Bochum stellt eine steigende Nachfrage nach menschlichen Herzklappen und Gefäßen fest. Hauptindikation für eine Transplantation ist der oft notfallmäßige Ersatz für eine infizierte Kunststoffprothese im Bereich der Aorta und der großen Körperarterien. Menschliche Herzklappenprothesen haben überdies den Vorteil, dass ihre Träger keine gerinnungshemmenden Medikamente einnehmen müssen. Sie sind aber nur begrenzt haltbar. Zudem sind sie nicht uneingeschränkt verfügbar.

Die Transplantate stammen großteils aus Spenderherzen, die als Gesamtorgan für eine Transplantation nicht geeignet sind, oder aus ausgetauschten Herzen von Transplantationspatienten. „Im Gegensatz zum Herzmuskel sind Herzklappen sehr widerstandsfähig“, erklärt Hermann Josef Knobl, Leiter der Herz- und Gefäßgewebebank am HDZ NRW. Im Reinraumlabor des HDZ NRW werden die Herzklappen präpariert und in einer Antibiotikalösung dekontaminiert. Anschließend werden sie schrittweise auf ihre Lagertemperatur von minus 196 Grad Celsius heruntergekühlt.

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Rund 500 aufbereitete Herzklappen und Blutgefäße werden pro Jahr in Deutschland nachgefragt. Im vergangenen Jahr gingen außerdem 70 Herzklappen und 128 Gefäße in andere europäische Länder. Die Gewebebank am HDZ NRW ist eine von drei deutschen Einrichtungen mit der Genehmigung zur Aufbereitung menschlicher Herzklappen und Blutgefäße. © hil/aerzteblatt.de

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