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Medizin

Mädchen, die viel Obst essen, erkranken später seltener an Brustkrebs

Mittwoch, 18. Mai 2016

/dpa

Boston – Jugendliche Mädchen, die wenigstens drei Portionen Obst täglich essen, können ihr späteres Brustkrebsrisiko um bis zu 25 Prozent senken. Epidemiologen an der Harvard School of Public Health konnten dies an einer großen Studienkohorte mit mehr als 90.000 Frauen feststellen. Im British Medical Journal berichten die Forscher um Heather Eliassen über ihre Ergebnisse (doi: 10.1136/bmj.i2343).

Pflanzliche Kost kann das Risiko für eine ganze Reihe von Erkrankungen verringern. Eine antioxidative Wirkung und positive Effekte durch sekundäre Pflanzenstoffe sollen auch die Karzinogenese aufhalten. Dennoch werde ein Großteil entsprechender Studienergebnisse an mittelalten bis alten Probanden erhoben, berichten die Forscher. Gerade im Jugend- und jungen Erwachsenenalter könnten durch einen geeigneten Lebensstil größere Effekte für die Krebsprävention erzielt werden. Zellen seien durch ihre hohe Teilungsrate in diesem Alter besonders sensibel für schädliche Umwelt­ein­flüsse, so die Wissenschaftler.

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Die Forscher befragten Teilnehmerinnen der Nurses Health Study II zu ihren Ernährungs­gewohnheiten und beobachten die Rate von Krebserkrankungen. Die Längsschnittstudie gehört zu den umfangreichsten und wertvollsten Datenpools für ernährungswissenschaftliche Untersuchungen. In ihrer Analyse beobachtet die Wissenschaftler die Frauen länger als 20 Jahre.

Es kam in der Kohorte zu 3.235 Brustkrebserkrankungen, von denen bei 1.347 Patientinnen vollständige Informationen zu der Ernährung im Alter von 13 bis 18 Jahren vorlagen. Die Forscher stellten fest, dass Mädchen, die wenigstens drei Portionen Obst täglich aßen, ein um 25 Prozent erniedrigtes Brustkrebsrisiko hatten als Frauen, die täglich nur eine halbe Portion verzehrten. Das Ergebnis zeigte sich unabhängig vom späteren Obstkonsum der Frauen.

Eine Ernährung mit reichlich α-Carotin senkte zudem das Risiko für prämenopausalen Brustkrebs (HR= 0,82). Fruchtsäfte führten demgegenüber nicht zu einer Risiko­reduktion.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine gesunde Ernährung bereits im Jugendalter positive Effekte für die Zukunft haben könne, resümieren die Forscher. Dabei scheine vor allem ein hoher Anteil an unverarbeiteten Früchten in der Ernährung von Vorteil zu sein. © hil/aerzteblatt.de

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