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Umfrage: Deutsche leiden unter zuviel Stress bei der Arbeit

Mittwoch, 18. Mai 2016

/dpa

Leverkusen – Immer mehr Deutsche leiden einer Umfrage zufolge unter steigenden Belastungen am Arbeitsplatz. Neun von zehn Arbeitnehmer fühlen sich im Job gestresst, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie im Auftrag der pronova BKK hervor­geht. Hauptgründe sind demnach ständiger Termindruck (38 Prozent), ein schlechtes Arbeitsklima (37 Prozent) und emotionaler Stress (36 Prozent).

Als besonders belastend empfindet jeder dritte Arbeitnehmer Überstunden. Drei von zehn Befragten beklagen ferner eine ständige Erreichbarkeit oder Rufbereitschaften auch nach Feierabend, wie es in der Untersuchung „Betriebliches Gesundheits­management 2016“ heißt, für die 1.660 Angestellte befragt wurden.

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Häufig fühlen sich die Arbeitnehmer laut Umfrage durch ihre Vorgesetzten unter Druck gesetzt. So nähmen sich nur vier von zehn Angestellten jeden Tag die Zeit für eine Mittags- oder Erholungspause. Fast jeder Dritte verlasse seinen Arbeitsplatz im Laufe des Tages häufig nicht ein einziges Mal. Dabei seien Pausen im Arbeitsalltag zum Auftanken und Abschalten „immens wichtig“, erklärte Arbeitsmediziner Gerd Herold.

Dabei ist Pause nicht gleich Pause: Der Untersuchung zufolge nutzt ein Drittel der Arbeitnehmer Auszeiten, um parallel Dienstliches zu besprechen. Noch mehr verbringen sie mit privaten Erledigungen wie Einkaufen, Kleidung zur Reinigung bringen oder Termine organisieren. Dies trage jedoch nicht zur Erholung bei, kritisierte Herold. Vielmehr müsse man sich in Pausen „auch ganz bewusst Zeit für Entspannung nehmen“.

Der Stress bei der Arbeit hat bei vielen auch gesundheitliche Folgen: Mehr als zwei Drittel der Befragten klagen etwa über Verspannungen im Nacken, unter Rücken­schmerzen leiden 63 Prozent, wie aus der Umfrage weiter hervorgeht. Jeder Zweite berichtet von Schmerzen in Schultern, Armen oder Händen. Weitere Beschwerden seien Kopfschmerzen, Unruhe und Nervosität, Schlafstörungen und letztlich Depressionen und Burnout. © afp/aerzteblatt.de

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