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Ärzteschaft

Hausarzt als Lotse unentbehrlich

Donnerstag, 19. Mai 2016

dpa

München/Hannover – Auf die besondere Bedeutung des Hausarztes in einem immer komplexer werdenden Gesundheitssystem hat der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) hingewiesen. „Ohne den Hausarzt werden die Patienten einer enormen Informationsflut ausgesetzt, die sie kaum verarbeiten können“, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Dieter Geis, am heutigen Welt-Hausärzte-Tag. Dies belege zum Beispiel eine aktuelle Studie der Universität Bielefeld. Demnach haben mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland erhebliche Mühe, sich in der ständig anwachsenden Fülle an Gesundheitsinformationen zurechtzufinden und Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) betonte in einem Kommentar zur Studie, gerade das Arzt-Patienten-Gespräch sei „entscheidend, um Patienten die Diagnose und Behandlung verständlich zu erklären“.

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„Optimal beraten können wir Patienten, die sich in den Hausarztvertrag eingeschrieben haben, weil in diesem Fall alle Informationen - also auch die Befunde der verschiedenen Fachärzte - an einer Stelle zusammenlaufen und vom Hausarzt gesichtet und analysiert werden“, sagte Geis. Der Hausarzt sei neben seiner Hauptrolle als behandelnder Mediziner auch ein professioneller und neutraler Berater, der nur seinem Patienten verpflichtet sei und immer den ganzen Menschen im Blick habe, so der BHÄV-Vorsitzende.

„Selten waren die Chancen für hausärztliche Arbeit auf dem Land so gut wie heute“, sagte der Vize-Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz, Michael Fink. Er arbeitet seit vielen Jahren als Landarzt im Westerwald. Gerade der Beruf des Hausarztes eigne sich wie kein anderer Beruf dazu, Familie und Beruf zu vereinbaren, betonte er.

Der „World Family Doctor Day“ wird seit dem Jahr 2010 von der „World Organization of Family Doctors“ initiiert.      © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #675503
Widerstand
am Freitag, 20. Mai 2016, 14:14

Informationsflut überfordert Patienten?

Ich kringel mich ein. Was für eine Informationsflut?. Egal welchen Arzt ich aufsuchte, IMMER musste ich nach Details fragen. Berichte vom Facharzt (Kardiologe, Orthopäde, Hautarzt uws...) erreichten zu 75% meinen Hausarzt erst, nachdem ich einen Weckruf gestartet hatte. Woher soll sie Infoflut kommen, wenn nicht mal der H-Arzt Informationen bekommt.
Was haben diese Leute eigentlich studiert, die so einen Mist von sich geben?
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