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Hochschulen

Wissenschafts­konferenz: Förderung in der Breite

Freitag, 20. Mai 2016

Berlin – Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) verabschiedete heute einstimmig die Förderinitiative „Innovative Hochschule“. Diese Vereinbarung zur „Förderung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers an deutschen Hochschulen“ wird als Ergänzung der neuen Exzellenzinitiative gesehen. Sie richtet sich insbesondere an jene Hochschulen, die in der neuen Wettbewerbsrunde um Spitzenforschung und exzellente Lehre nicht gefördert werden, also voraussichtlich an Fachhochschulen und kleine sowie mittelgroße Universitäten. Bund und Länder stellen hierfür gemeinsam bis zu 550 Millionen Euro für zehn Jahre zur Verfügung.

„In unserer vielfältigen Hochschullandschaft entstehen täglich neues Wissen, neue Technologien und neue Ideen, aus denen Innovationen werden können. Der Transfer von Wissen aus den Hochschulen in Gesellschaft und Wirtschaft gehört zu den entscheidenden Aspekten unseres Wissenschaftssystems. Dies wollen wir mit der neuen Initiative gezielt fördern“, betonte die GWK-Vorsitzende Johanna Wanka (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, bei der Vorstellung der Initiative. Besonders wolle man mit der Initiative die Verankerung von Hochschulen in ihrer Region unterstützen und ihre strategische Rolle als Innovationsmotor in ihrem Umfeld stärken, sagte sie. Dabei sollen die Hochschulen besonders innovative und sichtbare Aktivitäten der Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft auf- und ausbauen.

„Unsere Fachhochschulen sowie die kleineren und mittleren Universitäten haben großes Potenzial, Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft zu initiieren“, unterstrich die stellvertretende GWK-Vorsitzende und Wissenschaftssenatorin des Landes Bremen, Eva Quante-Brandt. Für die Länder sei es wichtig, den Transfer von der Wissenschaft in Technologie und weitere Anwendungsbereiche zu stärken. „Wir haben eine gesonderte Initiative aufgelegt, um die strategischen Kompetenzen im Ideen- und Wissenstransfer in den Fachhochschulen zu intensivieren“, erläuterte sie. Dies fördere auch die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Hochschulen.

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In ihrem Grundsatzbeschluss zur Nachfolge der Exzellenzinitiative vom Dezember 2014 hatten die Bundeskanzlerin und die Länder die GWK gebeten, eine neue Bund-Länder-Vereinbarung zu erarbeiten, mit der die Kooperation von Hochschulen untereinander und mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Wirtschaft gestärkt wird. Die von der GWK getroffene Vereinbarung zur Förderinitiative „Innovative Hochschule“ nimmt diese Ziele nun auf und wird den Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern zur abschließenden Entscheidung am 16. Juni  vorgelegt. Noch in diesem Jahr soll die Förderinitiative dann ausgeschrieben werden. Der Förderbeginn ist für 2018 vorgesehen.

Programm zur Nachwuchsförderung
Zudem hat die GWK in ihrer heutigen Sitzung einstimmig ein Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf den Weg gebracht. Ziel dieses mit einer Milliarde Euro über fünfzehn Jahre ausgestatteten Programms ist es, die Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses an Universitäten besser planbar und transparenter zu machen. Außerdem soll es die internationale Attraktivität des deutschen Wissenschaftssystems steigern und den Universitäten dabei helfen, die besten Nach­wuchswissenschaftler aus dem In- und Ausland zu gewinnen und möglichst dauerhaft zu halten. Ein zentrales Element des Programms ist die Stärkung der Tenure-Track-Professur, die nach einer erfolgreichen Bewährungsphase den unmittelbaren Übergang in eine Lebenszeitprofessur vorsieht. © ER/aerzteblatt.de

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