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Ärzteschaft

Gröhe: „Ich möchte keine Kassen- oder Staatsmedizin“

Dienstag, 24. Mai 2016

Hermann Gröhe, MdB und Bundesminister für Gesundheit. /Jürgen Gebhardt

Hamburg – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) hat sich heute bei der Eröffnung des 119. Deutschen Ärztetages in Hamburg zur Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitssystem bekannt. „Mein klares Bekenntnis zur Selbstverwaltung erfolgt in der Überzeugung, dass sie weit besser dafür geeignet ist, patientennahe Entscheidungen auf medizinischer Ebene zu treffen, als ein rein privatwirtschaftliches, ein von Krankenkassen oder von der Politik geführtes System“, sagte Gröhe unter dem Applaus der Zuhörer in der Laesizhalle. „Ich möchte keine Kassen- oder Staatsmedizin, sondern eine starke Selbstverwaltung.“

Der Minister betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer Mannschaftsleistung für die Qualität des Systems. Im deutschen Gesundheitswesen würden auf vielen Positionen Spitzenleistungen erbracht. Am Ende gehe es darum, daraus eine bestmögliche Mannschaftsleistung zu machen.

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Flüchtlingskrise: Dank an ärztliche Helfer
Gröhe dankte insbesondere den Ärztinnen und Ärzten, die bei der Versorgung der Flüchtlinge geholfen haben. „Ich möchte diesen Dank auch an all die Ärzte richten, die nicht so sehr im Fokus stehen: die Angehörigen der öffentlichen Gesundheitsdienste, die ehrenamtlichen Helfer, den Katastrophenschutz, den Sanitätsdienst der Bundeswehr und viele mehr“, sagte der Minister. Zudem sorgten viele Ärzte in ihrer täglichen Arbeit dafür, dass die neu nach Deutschland gekommenen Menschen auch nach ihrer Einreise eine gute Versorgung erführen. „Herzlichen Dank dafür“, sagte Gröhe.

Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages. /Jürgen Gebhardt

Zuvor hatte bereits der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, die Arbeit der Ärzte in der Flüchtlingskrise gewürdigt: „Als die Lage in vielen Erstaufnahmeeinrichtungen bestenfalls angespannt, oftmals sogar chaotisch war, setzten sie sich in einer beispiellosen Welle der Hilfsbereitschaft für die schutzsuchenden Menschen ein. Deutschlandweit halfen sie, wo sie nur konnten. Niedergelassene und Klinikärzte schoben nach Dienstschluss unentgeltlich Überstunden in Erstaufnahmeeinrichtungen. Krankenhäuser stellten ärztliches und pflegerisches Personal ab. Und in mehreren Städten hat die Ärzteschaft Notfallpraxen eigens für Flüchtlinge aufgebaut.“ Was diese Kolleginnen und Kollegen geleistet hätten, sei im besten Sinne ärztlich. Ihnen gebühre Dank, Anerkennung und Respekt.

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Der Bürgermeister der Stadt Hamburg, Olaf Scholz (SPD), sprach in diesem Zusammenhang von den guten Erfahrungen, die die Stadt mit der Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge gemacht habe. „Die Karte funktioniert auf doppelte Weise gut: Sie ist einfach und unbürokratisch und gleichzeitig kostensparend und effizienter, als wenn Bearbeiter in kommunalen Behörden Entscheidungen darüber treffen, ob die Ausgaben für eine medizinische Behandlung richtig waren oder nicht.“ Scholz sprach sich dafür aus, die Gesundheitskarte für Flüchtlinge in ganz Deutschland einzuführen.

Sterbehilfe: „Großer Ernst und große Wahrhaftigkeit“
Montgomery und Gröhe hoben die gute Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Gesundheitspolitik hervor, zum Beispiel zur Verhinderung der organisierten Sterbehilfe. „Mit unserer Hilfe und Unterstützung ist dem Bundestag ein richtungsweisender Beschluss gelungen: Klare Absage an organisierte Sterbehilfe ohne strafrechtlichen Eingriff in das Patient-Arzt-Verhältnis“, sagte Montgomery. „Das ist eine wirklich ausbalancierte Zusammenfassung einer mit großem Ernst und großer Wahrhaftigkeit geführten Debatte.“ Die Überzeugungskraft der ärztlichen Argumente dokumentiere sich auch in der überraschend hohen Zustimmung zu dem von der Ärzteschaft unterstützten Antrag.

In der politischen Debatte habe die klare Ansage der deutschen Ärzteschaft geholfen klarzustellen, dass Hilfe zur Selbsttötung keine ärztliche Aufgabe sei, sagte Gröhe. „Ich bin für diese große gemeinsame Arbeit sehr dankbar.“

Olaf Scholz, Erster Bürgermeister von Hamburg. /Jürgen Gebhardt

Ärztliche Schweigepflicht: Grundlage dafür, ärztliche Hilfe aufzusuchen
Als weiteres Beispiel guter Zusammenarbeit nannte Montgomery die Debatte um den Erhalt der ärztlichen Schweigepflicht, die nach dem Absturz eines Germanwings-Flugzeuges im März 2015 aufgekommen war. „Abwägend zwischen dem Schutzinteresse der Gesellschaft insgesamt und einer auf dem individuellen Vertrauen basierenden Beziehung des Patienten zu seinem Arzt, hat sich der Bundestag gegen die Einschränkung der Freiheit patientenorientierter Berufsausübung und für den Erhalt der Schweigepflicht ausgesprochen“, fasste Montgomery zusammen. „Die Einschränkung der ärztlichen Schweigepflicht wäre kein Weg gewesen, Organisationsversagen zu kompensieren. Und welcher Pilot, welcher Berufskraftfahrer, welcher Kapitän würde sich einem Arzt noch anvertrauen wollen, wenn er als Konsequenz einer Verdachtsdiagnose seinen Lizenzentzug fürchten müsste?“

Auch Gröhe machte deutlich: „Ich habe keinen Zweifel daran gelassen, dass ich nichts davon halte, die ärztliche Schweigepflicht abzuschaffen. Sie ist die Grundlage dafür, dass Menschen, die Hilfe brauchen, auch Hilfe aufsuchen.“

<b>Im Taxi </b> mit einem Ärztetags-Delegierten Start

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Im Taxi mit einem Ärztetags-Delegierten

Antikorruptionsgesetz: Forderungen der Ärzteschaft erfüllt
Als drittes Beispiel führte Montgomery das Antikorruptionsgesetz an. „Wir haben gefordert, es dürfe kein lex specialis für Ärzte geben. Wir haben gefordert, dass nicht nur die mutmaßlich Bestochenen, sondern auch die Bestecher die ganze Härte des Gesetzes spüren. Und wir  wollten Bestimmungen, dass sozialrechtlich gewollte Kooperationen keinen Ermittlungsanlass für hyperaktive Staatsanwälte bieten können“, sagte Montgomery. „Schließlich: Wir wollten klare Regeln, die man auch nachvollziehen und ohne Jurastudium begreifen kann. Das alles haben wir bekommen.“ Zwischenzeitlich habe es den Versuch gegeben, Berufsrecht und Strafrecht zu vermischen. „Das wäre sehr problematisch gewesen“, so der BÄK-Präsident. „Wir betrachten daher insbesondere die Streichung des Verweises auf die Verletzung berufsrechtlicher Unabhängigkeit als einen Erfolg. Dies wäre ein Gummiparagraph geworden, der ein Einfallstor für Verdächtigungen und Unterstellungen geöffnet hätte.“

Eröffnungsveranstaltung des 119. Deutschen Ärztetages in der Laeiszhalle in Hamburg. /Jürgen Gebhardt

Gröhe betonte, dass es mit dem Antikorruptionsgesetz um „Vertrauensschutz im Gesundheitswesen“ gehe. Selbstverständlich seien gewollte Kooperationen im Gesundheitswesen nicht gemeint, wenn korruptes Verhalten geächtet werden solle. „Es geht darum, das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten, anderen medizinischen Berufsgruppen und den Patienten so zu sichern, dass die Arbeit der überwiegenden Mehrheit der Gesundheitsberufe geschützt wird“, sagte Gröhe.

Medizinstudium: „Die Zeit drängt, Herr Minister“
„Bei diesen und vielen weiteren Themen hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, wenn wir bei Gesetzgebungsvorhaben beharrlich bleiben und immer wieder unsere ärztliche Sichtweise in die parlamentarischen Beratungen einbringen“, betonte Montgomery. „Dabei nimmt uns die Politik als gleichermaßen harten wie konstruktiven Verhandlungspartner wahr. Wir übernehmen – getreu dem Auftrag an die Selbstverwaltung – Verantwortung.“

Nicht überall sind Politik und Ärzteschaft jedoch einer Meinung. „Im Koalitionsvertrag wird ein Masterplan Medizinstudium 2020 angesprochen, der noch immer aussteht. Die deutsche Ärzteschaft hat eine ganze Reihe von Punkten benannt, die geändert werden müssen. Bei den Auswahlverfahren fordern wir eine stärkere Gewichtung psychosozialer Kompetenzen. Wir brauchen nicht nur Ärzte, die Herzen transplantieren können, sondern auch Menschen, die mit vollem Herzen dabei sind“, sagte Montgomery unter dem Applaus der Zuhörer. „Wir müssen junge Studierende während des Studiums früh genug an die Hausarztmedizin heranführen und dafür endlich an allen Fakultäten Lehrstühle für Allgemeinmedizin einrichten. Die Zeit drängt, Herr Minister, denn wer die Ausbildung ändert, muss etwa 15 Jahre warten, bis die Ergebnisse in der Versorgung der Patienten ankommen.“ Der Masterplan 2020 sei also in Wirklichkeit ein „Versorgungsplan 2035“. So lange könne aber niemand warten.

Gröhe erklärte, hier sei nicht nur das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in der Verantwortung, sondern auch die Forschungsminister und –senatoren sowie die Finanzminister. Er betonte aber, es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, auch dieses Vorhaben der Koalition umzusetzen.

TTIP: Gröhe verspricht keine Aufweichung deutscher Standards
Montgomery mahnte zudem, dass bei den TTIP-Verhandlungen sehr darauf geachtet werden müsse, „dass unsere bewährten Standards nicht verhandelbar werden“. Er betonte, dass Standards der Berufsausübung, der Ausbildung zum Arzt oder des in Deutschland weitreichenden Verbraucher- und Patientenschutzes nicht zum Gegenstand von Tauschgeschäften bei den Verhandlungen werden dürften.

Gröhe erwiderte, dass die Europäische Union kein Mandat habe, um über das öffentliche Gesundheitswesen und die Zulassung von Ärzten zu verhandeln. Zudem müssten ausländische Unternehmen, die Dienstleistungen in Deutschland erbringen wollen, die hier geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllen.

Verbesserung der Patientenversorgung: Gröhe würdigt Mannschaftsleistung

Vor 25 Jahren tagte der Deutsche Ärztetag zum letzten Mal in Hamburg. Gröhe erinnerte in seiner Rede daran, was seither im deutschen Gesundheitswesen alles geschehen sei und in wie vielen Bereichen die Patientenversorgung habe verbessert werden können. „Das konnte nur in einer eindrucksvollen Mannschaftsleistung gelingen, zu der Ärzteschaft und Politik beigetragen haben“, sagte Gröhe. © fos/aerzteblatt.de

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Avatar #110369
jpink
am Sonntag, 5. Juni 2016, 18:00

Verbrannter Begriff mit Rechtsanschein

Sehr geehrter Herr Dr. Bayerl. Ich weiß noch nicht, wie ich Ihren Kommentar einordnen soll. Die wichtigste Frage ist doch die, ob es überhaupt einer „Regierung“ bedarf und wenn, ob ein hierhergebombtes politisches System, die richtige Auslese für „Regierende“ bereitstellen kann.

Ich finde es widersprüchlich, wenn Sie auf ein externes Regelwerk verweisen, daß uns angeblich das Selbstbestimmungsrecht garantiere und ein anderes externes Regelwerk, das das Bonner Militärgrundgesetz für die BRD nun einmal darstellt, übergehen. Es ist 1990 sicherlich verpaßt worden, die BRD (Westzone) abzuwickeln, wie es ja auch mit der DDR (Ostzone) passiert ist. Man proklamiert aber, daß das Volk es wolle - und wahrt sich so einen Rechtsanschein. Die Leute machen in der Tat auch fleißig mit, weil sie das Kleingedruckte nicht gelesen haben.

Diejenigen, die bald merken, daß etwas nicht stimmt, sind schon so sehr im Hamsterrad absorbiert, daß sie sich vor Erschöpfung kaum noch zu politischer Bildung aufraffen können, sondern geistig paralysiert nur noch das schlucken, was die Systemmedien ihnen vorkauen oder sich einfach nur noch abwenden zum Konsum von Nonsensserien im Fernsehen. Es gibt natürlich auch die verkommenen Profiteure. Der Verrat hat seine Heimat in Deutschland, das ist wohl auch so.

Wenn ich für mich das Völkerrecht umsetzen will und nicht als Tributvasall für die historisch ausgewiesenen Kriegstreiber herhalten möchte, dann schickt mir die deutsche Schergin in der lokalen Behörde bald ihre schwarz gekleideten Schlägertrupps auf den Hals.

Die BRD liefert keine Lösung, sie ist das Problem. Es ist sinnlos, innerhalb dieses Systems nach Lösungen für die soziale Misere zu suchen. „Demokratie“ ist ein verbrannter Begriff. Was für die Systeme Kommunismus oder Nationalsozialismus Konsens ist, wird für das System Demokratie von den meisten nicht erkannt. Sie hat versagt als Gesellschaftsgrundlage und kehrt geistig und charakterlich verwahrloste Figuren an die Machthebel. Schauen Sie sich doch bitte das neueste Werk von Thomas Goodrich an, welches in den bekannten Videoportalen abrufbar ist. Und dann sollten Sie mit mir übereinstimmen. Ein System, das die geistigen Gene von Serienmassenmördern hat, kann keine Grundlage für ein sittliches Zusammenleben sein.

Im Zuge der Geschäftswerdung der Welt mit ihren schriftlich fixierten „Verträgen“ zur Wahrung des Rechtsanscheins, waren die Macher der Bonner Militärgrundgesetzes in der Villa Rothschild immerhin so korrekt, eine Ausstiegsklausel bzw. ein Kündigungsrecht einzubauen. Somit sollten wir diesen Ball aufnehmen und diesen „Vertrag“ rechtgemäß kündigen. Eine redliche Ärzteschaft könnte hier Vorreiter sein. Das läßt Gremientrolle freilich außen vor. Der Deutsche Geist ist der der Subsidiarität, jeder regelt die Belange, die nur ihn angehen, für sich selbst. Wir könnten so auch echte Freiberufler werden. Denn Artikel 146 des Bonner Militärgrundgesetzes sagt nichts über eine neue Verfassung aus. Wir haben eine gültige und gute aus der Zeit vor den Putschen.

Es offenkundig, warum Preußen zusammengeschlagen werden sollte; es ist dieser Geist der Freiheitlichkeit und Kooperation, der den Psychopathen, die die Versklavung und Ausbeutung vorziehen und Zwietracht (Parteien…) säen, um einen Ungeist der Konkurrenz, jeder gegen jeden, zu züchten, einen Strich durch ihre Weltbeherrschungspläne (NWO) zöge. Ich verweise hier auf die akribischen, mit Zahlen unterlegten Schriften von Erhardt Bödecker.

Kooperative Menschen sind handschlaggeeignet, die Gauner bedürfen schriftlicher Vertragswerke mit Verklausulierungen und Kleingedrucktem, um am Ende durch direkte oder indirekte Korrumpierung von Waffenträgern ihren Willen doch immer durchzudrücken – mit Rechtanscheinswahrung für die geistig lethargische Masse.
Avatar #672734
isnydoc
am Samstag, 4. Juni 2016, 22:16

Klares Bekenntnis zur Selbstverwaltung - essentiell für eine Karriere als Funktionär

innerhalb der "bewährten Selbstverwaltung" wird Kritik generell abgebügelt und falls es "Kritiker" einmal per Mehrheitswahl in Spitzenpositionen schaffen, spätestens dann hört man auch von ihnen das "klare Bekenntnis" zu den real existierenden Institutionen.
Avatar #697854
Dr.Bayerl
am Samstag, 4. Juni 2016, 14:02

Verehrter Vorredner, in vielem stimme ich Ihnen zu,

... nur kann ich das irrational Gejammere vom "besetzten Land" nicht mehr hören.
Eines der Grundrechte des Völkerrechts ist das Selbstbestimmungsrecht. Dies schliesst "Fremdherrschaft" aus. Es ist völlig überflüssig und abwegig hierfür von irgendwelchen "Fremden" eine förmliche Bestätigung etc. zu verlangen!
Eine andere Frage ist die Entfremdung der eigenen Regierung von ihren Bürgern und ihrem grundgesetzlichen Auftrag.
Hier ist Opposition überfällig, keineswegs nur wegen der aktuellen unsinnigen "Immigrationspolitik".
Freie Meinungsäußerung wird schon länger eingeschränkt. "Demokratie" existiert z.Zt. NICHT mehr wirklich. Auch Gesetzestreue verschwindet bei diesen "Herrschern".
Das Zauberwort "Digitalisierung", auch von Gröhe gefordert, ist bei genauem Hinsehen ein Instrument schleichender Versklavung.
Avatar #110369
jpink
am Samstag, 4. Juni 2016, 08:23

Von Staaten und NGOs

Herr Gröhe möchte sicher keine „Staatsmedizin“, damit wäre er doch sein Pöstchen bei der BRD-Inkasso los, das ihm so einen privilegierten Status im Vereinigten Wirtschaftsgebiet sichert (vgl. Art. 133 des Bonner Militärgrundgesetzes für die BRD). Es gibt einen lustigen Videomitschnitt in den bekannten Videoportalen, wo er sein Fähnchen schwenken will, dann aber Gegenwind bekommt und es sich von seiner Herrin wegnehmen läßt.

Aber auch ich wollte keine Staatsmedizin, denn die gebiert früher oder später ja doch auch wieder die desaströsen Auswüchse des Korporatismus. Der Kammerzwang muß allemal weg, der übrigens eine Einrichtung der ersten Putschrepublik auf Deutschem Boden ist. Im Deutschen Reich bis 1918 gab es solche Dinge wie Kammerzwang oder Ausweispflicht nicht, Zwangsmitgliedschaften und bürgerliche Identitätskennkarten kennzeichnen ja auch eher tyrannische Gesellschaftsordnungen.

Das Ärztekammersystem ist der BRD untergeordnet, deren höchste Rechtsnorm wiederum das Bonner Militärgrundgesetz ist, u.a. mit seinen Artikeln 120, 133 und 139 als Beispielen für die Vorbehalte der Westkriegsmächte. Spätestens da ist man doch dann auch durch mit der sogenannten „Selbstverwaltung“ der Ärzte. Mr. Montgomery grüßt auch ganz freundlich.

Und wieder ist von Flüchtlingen die Rede, zumindest als Eingangsfloskel. Später läßt man immerhin die Vokabel „Einreisende“ einfließen in den Redeschwall und benennt damit die politische Intention von Coudenhove-Kalergis Erben. Denn Einreisende sind die bunten jungen Männer formaljuristisch tatsächlich, wenn auch illegal Einreisende, vgl. Drittstaatenregelung und Art. 16 des Bonner Militärgrundgesetzes für die BRD. Laut Definition in Wikipedia, handelt es sich bei der Masseneinreise um einen Völkermord an den Einheimischen in Deutschland, was die BRD ja auf ganz Europa ausdehnen will. Es ist ein politisches Programm, das aber eben nicht alternativlos ist, sondern ein Verbrechen nach Völkerrecht.

Der Deutsche muß sich nun endlich einmal als mündig beweisen und sein Naturrecht einfordern. Und er muß sich auch nicht rechtfertigen, daß er seine Kultur und seine Lebensgrundlage bewahren will, zumal man ihm ja auf der anderen Seite die Steuerschraube andreht, ihn mehr und mehr in prekäre Arbeitssituationen drängt und nachher noch ankündigt, daß nur eine Rente ab 73 bezahlbar sei.

Zivilcourage ist gefragt im eigenen Interesse, aber auch im Sinne der Staaten in aller Welt, die von der nordatlantischen Terrororganisation der Reihe nach überfallen werden, um die tyrannische NWO zu manifestieren. Einen besseren Flüchtlingsservice können wir gar nicht leisten als den, die Menschen zur Ruhe kommen zu lassen in ihren Ländern, indem wir unseren Friedensvertrag einfordern und unsere Souveränität als Menschen leben, wozu aktuell ganz besonders gehört, den historisch ausgewiesenen Kriegstreibern die finanzielle und territoriale Plattform zu entziehen. Lafontaine nannte die BRD einst den Flugzeugträger der USA. Aus Stuttgart und Rammstein werden die US-Überfälle auf die Welt koordiniert. Zwar beteuerte Merkel kürzlich, daß wir in Fragen der BRD-Souveränität ein „gutes Stück vorangekommen seien“ durch „Austausch von Verbalnoten“, was man in den gängigen Videoportalen bestaunen kann. Aber ich dachte, wir seien schon souverän, also seit 1956 bzw. 1990 bzw. seit dem letzten Verbalnotenaustausch. ;-)

Was gilt es zunächst zu begreifen: Deutschland ist besetzt, die BRD ist die Besatzertreuhand in Deutschland, das Bonner Militärgrundgesetz für die BRD ist die höchste Rechtsnorm unter Berücksichtigung der Vorbehaltsregelungen der Besatzer. Ist doch nicht so schwer, das zu begreifen, steht doch auch überall geschrieben, es ist historisch und rechtlich nachvollziehbar, Politiker sagen es dann und wann (siehe in Videoportalen), und es wird durch die Ereignisse in der empirischen Praxis bestätigt. Mündig werden, gerade vor dem Hintergrund der besonderen Geschichte! Informieren, begreifen, handeln bzw. Recht einfordern!
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 1. Juni 2016, 15:09

Geraubte Illusionen?

Von auch nur einigermaßen ärztlich-medizinisch kompetenten Delegierten des 119. Deutschen Ärztetages in Hamburg hätte ich erwartet, dass sie unserem medizinbildungs- und versorgungsfernen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) öffentlich Kontra geben, wenn er sagt: „Mein klares Bekenntnis zur Selbstverwaltung erfolgt in der Überzeugung, dass sie weit besser dafür geeignet ist, patientennahe Entscheidungen auf medizinischer Ebene zu treffen, als ein rein privatwirtschaftliches, ein von Krankenkassen oder von der Politik geführtes System“ - „Ich möchte keine Kassen- oder Staatsmedizin, sondern eine starke Selbstverwaltung.“

Was haben wir denn in der Realität der ambulanten/stationären privaten- und vertragsärztlichen Humanmedizin? Alles ist bis ins Kleinste von gesetzlichen und staatlichen Vorgaben bzw. den Krankenkassen über den behördlich ernannten Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) und das 5. Sozialgesetzbuch (SGB V) vorgegeben, geregelt, kodifiziert und sanktioniert. Und Ärztekammern wie Kassenärztliche Vereinigungen müssen sich als Körperschaften Öffentlichen Rechts ebenso folgsam wie blind ausschließlich an geltendes Recht und Gesetz halten. Allein wir Vertragsärzte/-innen müssen uns zu allem Überfluss auch noch strikt am SGB V, § 12, Absatz (1): "Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen" orientieren. Alle anderen Beteiligten in der Gesundheits- und Krankenversorgung einschließlich unsere Patientinnen und Patienten scheinen dabei spezielle Ausnahmeregeln zu genießen.

Was ist daran denn n i c h t rationierende, zuteilende "Kassen- oder Staatsmedizin"?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
LNS

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