Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Überwachung entzündlicher Darm­er­krank­ungen per Smartphone-App

Freitag, 27. Mai 2016

Regensburg – Eine neue Smartphone-App soll Patienten der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) mit den chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa autonomer machen. Mit ihrer Hilfe könnten sie einen Teil der erforderlichen engmaschigen Untersuchungen zu Hause durchführen – die Ergebnisse erreichen den behandelnden Arzt über das Internet. „Dadurch kann ich mir dann hoffentlich den einen oder anderen persönlichen Termin sparen, stehe aber trotzdem in Kontakt mit meinem Arzt und habe Gewissheit über meinen Gesundheitszustand“, freut sich Daniel H., einer der ersten Tester des neuen Systems.

Das Verfahren bezieht sich auf den Calprotectin-Wert im Stuhl als einem Maß für die entzündliche Aktivität im Darm. Beim Selbsttest gibt der Patient eine Stuhlprobe, vermischt mit einer Pufferlösung, auf eine Testkassette. Nach kurzer Einwirkzeit erscheint ein dem Calprotectin-Wert entsprechender Farbwert im Sichtfenster der Kassette, der von der App gescannt und analysiert werden kann. Durch seine schnelle und einfache Anwendung sollen sich eventuelle Krankheitsschübe zeitnah erkennen und therapieren lassen. Das Testsystem ist bereits als Medizinprodukt im Home-Care-Bereich zugelassen. 

Wissenschaftler der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin des UKR begleiten die Einführung des digitalen Systems. Ihr Augenmerk liegt dabei vor allem auf dessen Zuverlässigkeit sowie dem tatsächlichen Autonomie- und Zeitgewinn für den Patienten. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

14.12.17
Krankenhausärzte sehen Vorteile der Digitalisierung, aber Defizite bei der Umsetzung
Berlin – 80 Prozent der Krankenhausärzte sind der Meinung, dass durch die Digitalisierung die ärztliche Arbeit im Krankenhaus weiter verbessert werden kann. Nur 19 Prozent sind dagegen mit der......
12.12.17
Erstbehandlungs­verbot über Telemedizin kommt auf den Prüfstand
Berlin – Mehr „proaktives Denken“ von den Akteuren der Selbstverwaltung sei nötig, um die Digitalisierung des Gesundheitswesens schneller in der Fläche voranzubringen und das E-Health-Gesetz......
11.12.17
Viele Beschäftigte im Krankenhaus erleben Digitalisierung als zusätzliche Arbeit
Bonn – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen bedeutet für viele Beschäftigte im Krankenhaus einen höheren Zeitdruck und zusätzliche Unterbrechungen ihrer Arbeit. Das geht aus einer Studie im Auftrag......
08.12.17
Kriedel fordert verbindliche Ziele für Bürokratieabbau
Berlin – Ein verbindliches Abbauziel für den Bürokratieaufwand im Bereich der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung und der vertragsärztlichen Versorgung von 25 Prozent innerhalb der kommenden fünf Jahre......
07.12.17
Erster Anbieter erhält Zulassung für Praxisausweis
Berlin – Die Bundesdruckerei hat als erster Produzent der elektronischen Praxisausweise, der SMC-B (Security Module Card Typ B), die Zulassung für die Produktion erhalten. Darauf hat die......
07.12.17
Internisten fordern Digitalschub im Gesundheitswesen
Berlin – Technisch längst mögliche digitale Lösungen müssen schneller ins Gesundheitswesen Einzug halten. Das hat der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) heute angemahnt. „Ich habe den Eindruck,......
06.12.17
Was ein Telemedizin-Projekt erfolgreich macht
Gütersloh – Trotz aller Lippenbekenntnisse: Die Telemedizin in Deutschland hat es schwer. Das geht aus einer Analyse hervor, die das IGES-Institut im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung vorgenommen hat.......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige