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Ärzteschaft

KBV setzt auf strukturierte Behandlungsprogramme

Freitag, 3. Juni 2016

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will weiter verstärkt auf Disease-Management-Programme (DMP) setzen. Vor allem Patienten mit Rheuma oder einer Herzinsuffizienz könnten davon profitieren, sagte Dr. Monika Mund, bei der KBV für indikationsbezogene Versorgungskonzepte zuständig.

Bei beiden Erkrankungen sei eine engmaschige Betreuung wichtig, bei der Haus- und Facharzt effizient kooperierten. Zudem spielten die Medikamenteneinstellung und die Stärkung des Selbstmanagements eine große Rolle, die in einem DMP gut abzubilden sei, so die Ärztin.

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Mund wies darauf hin, dass für Herzinsuffizienz ein eigenes DMP nötig sei. Derzeit gebe es lediglich ein Modul zum Programm Koronare Herzkrankheit (KHK). Bei Rheuma liege zwar bereits der Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaft­lichkeit im Gesundheits­­wesen vor, betonte sie. Dieser zeige auch, dass die wesentlichen Aspekte durch die internationalen Leitlinienempfehlungen abgedeckt seien. Allerdings sei die Entwicklung eines DMP Rheuma im Arbeitsplan des G-BA in weite Ferne gerückt, bemängelt die Medizinerin.

Bislang gibt es bundesweit Behandlungsprogramme für Asthma bronchiale, COPD, Diabetes mellitus Typ 1 und 2, KHK und Brustkrebs. Mit dem Versorgungsstärkungs­gesetz hat die Politik zwei weitere Behandlungsprogramme für Depression und Rücken­schmerz auf den Weg gebracht. Der G-BA soll beide bis Jahresende entwickeln. © may/aerzteblatt.de

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