Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Kaffeetrinken könnte bei der Gewichtsreduktion helfen

Freitag, 3. Juni 2016

/dpa

München – Hinweise darauf, dass Kaffeetrinker einen geringeren Body Mass Index (BMI) aufweisen und durch ihren Koffeinkonsum langfristig ihr Gewicht besser halten können als Menschen, die keinen Kaffee trinken, sieht das Kompetenznetz Adipositas. Es bezieht sich dabei auf Daten des sogenannten Deutschen Gewichtskontrollregisters, das zwei Jahre lang Daten sammelte, um herausfinden, welche Faktoren für eine langfristige Gewichtsstabilisierung von Bedeutung sind.

„Es konnten signifikante Unterschiede bezogen auf den Konsum koffeinhaltiger Getränke zwischen den 500 Personen aus dem Deutschen Gewichtskontrollregister und der Allgemeinbevölkerung gefunden werden“, erläutert Martina de Zwaan, Leiterin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der medizinischen Hochschule Hannover, die die Studie maßgeblich begleitete.

So wurden in der Personengruppe aus dem Deutschen Gewichtskontrollregister im Vergleich zur Bevölkerungsstichprobe deutlich höhere Mengen Kaffee und koffeinhaltige Getränke pro Tag konsumiert, nämlich im Mittel 3,83 gegenüber 3,35 Tassen pro Tag. Auch nach einer Korrelation mit den erhobenen sozio-demographischen Variablen, dem BMI und der körperlichen Aktivität, bleibe die Bedeutung des Kaffeekonsums weiterhin als signifikant bestehen, erläutern die Wissenschaftler.

Ein weiteres Ergebnis: Die Teilnehmer des Gewichtskontrollregisters, die über ein Jahr erfolgreich Gewicht um mindestens zehn Prozent abnahmen und das reduzierte Gewicht nachhaltig über mindestens ein Jahr halten konnten, konsumierten deutlich höhere Mengen Kaffee und koffeinhaltige Getränke im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerungsstichprobe. „Man nimmt nach einer Gewichtsabnahme weniger schnell wieder zu, wenn man in größeren Mengen Koffein zu sich nimmt“, so de Zwaan.

Die Forscher verweisen auf bekannte Effekte des Koffeins wie einen erhöhter Energieverbrauch, erhöhte Wärmebildung und verbesserte Fettverbrennung im Muskel unter körperlicher Aktivität.

Allerdings kann die Studie selbst lediglich eine Korrelation zwischen Kaffeekonsum und Gewicht aufzeigen, nicht aber die Kausalität zwischen beiden belegen. „Der Genuss koffeinhaltiger Kaffees und Tees kann eine Gewichtsreduktionsmaßnahme positiv unterstützen“, lautet dennoch ein Fazit der Forscher. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

13.11.17
Ernährungsexperten fordern höhere Mehrwertsteuer für zuckrige Produkte und Softdrinks
Berlin – Im Kampf gegen die steigende Zahl von Übergewichtigen in Deutschland haben Ernährungsexperten eine deutliche Mehrwertsteuererhöhung für besonders zuckrige Produkte und Softdrinks gefordert.......
12.10.17
Wieso ein Kaiserschnitt zu dickeren Kindern führt
New York – Mäuse, die per Kaiserschnitt entbunden werden, wiegen später ein Drittel mehr als nach einer natürlichen vaginalen Geburt. Die Auswirkungen, die Forscher in Science Advances (2017; doi:......
27.09.17
Studie: Kaffee reduziert Sterberisiko bei gleichzeitiger HCV/HIV-Infektion
Marseille - Kaffee könnte HIV-Patienten, die gleichzeitig mit dem Hepatitis C-Virus infiziert sind, vor einem vorzeitigen Tod an Leberversagen schützen. In einer französischen Kohortenstudie war der......
19.09.17
Mehr übergewichtige Kinder und Jugendliche in Mecklen­burg-Vorpommern
Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern (MV) leben mehr übergewichtige Kinder als in den Nachbarländern Berlin und Brandenburg. Das geht aus dem ersten Kinderreport hervor, den die AOK Nordost heute......
14.09.17
Darmbakterien beeinflussen Erfolg der „New Nordic Diet“
Kopenhagen – Die „New Nordic Diet“, die dänische Spitzenköche als Alternative zur mediterranen Diät entwickelt haben, führte in einer randomisierten Studie nur dann zur Gewichtsreduktion, wenn ein......
08.09.17
Online-Kampagne für mehr Geld im Kampf gegen Fettleibigkeit
Genf – Angesichts rasant steigender Zahlen von Übergewichtigen und Fettleibigen will die Internationale Adipositas-Gesellschaft die Aufmerksamkeit für das Problem erhöhen. Um Fettleibigkeit in......
17.08.17
Energiedichte Lebensmittel erhöhen das Krebsrisiko unabhängig vom BMI
Tucson – Nicht nur übergewichtige Menschen haben ein erhöhtes Risiko für bestimmte Tumoren. Auch normalgewichtige Personen, die sich ungesund ernähren, leben mit einem um zehn Prozent höheren Risiko......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige