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Operationstechnik verbessert Lebensqualität von Kindern mit künstlichem Blasenausgang

Dienstag, 7. Juni 2016

Jena – Ein neues Operationsverfahren an der Klinik für Kinderchirurgie des Universitäts­klinikums Jena (UKJ) kann Kindern, die neben einer neu angelegten Harnblase einen künstlichen Blasenausgang benötigen, zu einem weitgehend kindgerechten Alltag verhelfen. Der Ausgang liegt versteckt im Bauchnabel und ist kontinent, so dass mit ihm freies Spielen und sogar Schwimmen möglich sind.

Mit einem Pflaster abgeklebt ist er für andere unsichtbar. So kann vermieden werden, dass sich das erkrankte Kind aus Scham von seinen Altersgenossen isoliert. „Dieser Ausgang ist dicht, es gibt keine Geruchsbelästigung und damit auch keine Hänseleien anderer Kinder“, erklärt Felicitas Eckoldt, Direktorin der Kinderchirurgie am UKJ und Expertin für Urogenitalerkrankungen im Kindesalter. Ein von ihr operiertes Mädchen im Grundschulalter sei nach der Operation regelrecht aufgeblüht.

Der Aufbau einer künstlichen Blase bei Kindern wird etwa in Folge eines Blasentumors oder einer angeborenen Fehlbildung der Blase notwendig. Beide Erkrankungen sind sehr selten, daher erfordert ihre Behandlung das Können und Wissen von Spezialisten.

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Nach der schweren Operation kommt der Nachsorge eine hohe Bedeutung zu – an der UKJ-Kinderchirurgie findet sie im Rahmen der Spezialsprechstunde für Urogenital-Erkrankungen statt. Hier lernen die älteren Kinder unter anderem, sich selbst den Katheter zu legen. Bei den Jüngeren übernehmen dies geschulte Eltern oder Pflegekräfte. © hil/aerzteblatt.de

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