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Medizin

Depressionen: Bluttest identifiziert resistente Patienten vorab

Dienstag, 14. Juni 2016

London – Ein neuer Test mit zwei Biomarkern sagt vorher, ob Patienten mit Depressionen auf herkömmliche Antidepressiva ansprechen oder resistent sind. Der Bluttest detektiert zwei entzündliche Faktoren. Steigen diese Zytokine über ein bestimmtes Level, können Ärzte die Therapie individuell anpassen. Die Ergebnisse wurden im International Journal of Neuropsychopharmacology (doi:10.1093/ijnp/pyw045) publiziert.

Menschen mit Depressionen, die gegen herkömmliche Antidepressiva resistent sind, haben im Plasma oder im Serum höhere Konzentrationen entzündlicher Biomarker. Das zeigen frühere Studien. Annamaria Cattaneo vom King's College London und ihr Team untersuchten mehr als 140 Patienten mit Depressionen, von denen mehr als 30 % nicht auf herkömmliche Antidepressiva reagierten. Sie konnten zwei Biomarker identifizieren, die ab einem bestimmten mRNA-Level auf eine Resistenz hindeuten. Es handelt sich um den Makrophagen Migrations-Inhibitions Faktor (MIF) und Interleukin (IL)-ß. Ein dritter Entzündungs-Faktor, TNF-alpha, konnte hingegen ausgeschlossen werden.

Bei mehr als der Hälfte aller Patienten mit Depressionen wirkt die erste Wahl Antidepressiva nicht. Ein Drittel ist für sämtliche Medikamente gegen Depressionen resistent. Welche Therapie den Betroffenen hilft, erproben Ärzte derzeit noch nach dem „Try and Error“-Prinzip, was Monate dauern kann. Der neue Bluttest könnte resistente Patienten ausfindig machen, die eine alternative Therapie-Strategie benötigen, erklären die Studienautoren. Inwieweit die Kombination eines Antidepressivums mit einem Entzündungshemmer die Depression bei dieser Patientengruppe verbessert, soll in einer weiteren Studie untersucht werden. © gie/aerzteblatt.de

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Frau N.
am Mittwoch, 15. Juni 2016, 09:51

Fehlerteufelchen

... es müsste meines Wissens nach "Trial and Error" heißen, nicht "Try and Error".

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